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Die Besten der besten der besten, Sir.

von Kai um 18:46 am Sonntag, 16. Mai 2010 in Allgemeines, Produktivität, ubuntu | 5 Kommentare

Angeregt durch eine Diskussion über Vor- und Nachteile der drei großen Betriebssysteme, hatte ich ursprünglich geplant kurz aufzuschreiben, was mich, aus aktuellem Anlass, so sehr an Mac OS X stört, dass ich persönlich es für den produktiven Einsatz unbenutzbar halte.

Weil mir das sinnlose Betriebssystembashing aber auf die Nerven geht und ich trotzdem schreiben wollte, was mich stört, starte ich nun eine kleine Reihe der absolut besten Werkzeuge (lies Programme) unter Ubuntu, für die ich weder auf Windows 7 noch auf Mac OS X ein entsprechendes Gegenstück gefunden habe. (Die hier dargestellte Meinung beruht natürlich nur auf persönlichen Erfahrungen. Auch werde ich wohl, trotz guter Vorsätze, mir den einen oder anderen Seitenhieb auf die beiden anderen Betriebssysteme nicht ersparen können.)

Ich werde hier nur Programme behandeln, die bei einer Standardinstallation mit dabei sind, weil ich ungern Stunden und Tage damit verbringe, nach irgendwelchen Alternativlösungen zu suchen, die unter Umständen und mit eventuellen Einschränkungen für bestimmte Fälle eine gleiche Funktionalität bereitstellen würden.

Den Anfang macht nun Nautilus, der Standard-Dateimanager unter Ubuntu. Interessanterweise wurde die ursprüngliche Entwicklung von einem ehemaligen Apple-Mitarbeiter angestoßen:

nautilus
  • Nautilus kann mit Samba, SSH, SFTP, FTP und Webdav problemlos umgehen. Öfter benötigte Verbindungen lassen sich zudem bequem in der Seitenleiste verstauen und zwar mit Passwort. D.h. der Webserver, auf dem auch dieser Blog hier liegt ist mit einem Mausklick entfernt.
  • Dateibearbeitung auf der entfernten Freigabe ist auch direkt und schmerzfrei möglich. Ich kann (als beliebten Anwendungsfall) mich über Nautilus auf den Webserver verbinden, und die dort liegenden Dateien z.B. mit Emacs öffnen und direkt bearbeiten. Dank Nautilus brauche ich also nicht extra ein FTP-Programm für FTP-Verbindungen. Nebenbei: Zugriffsrechte für Dateien lassen sich ebenso einfach über Nautilus setzen.
  • Wenn man, was sicherlich häufiger mal vorkommt, Verzeichnisse kopieren oder abgleichen möchte, gibt es bei Nautilus eine geteilte Ansicht, die beide Verzeichnisse übersichtlich einblendet.
  • Ein weiteres “Killer-Feature” meines Erachtens ist die Musikvorschau: Wenn man den Mauszeiger über eine Audiodatei hält, ertönt die dazugehörige Musik aus den Boxen. Der Produktivitätsgewinn hierbei muss ich wahrscheinlich nicht weiter ausführen.
  • Sämtliche Funktionen wie zum Beispiel Ansichten ändern, Ordner erstellen, Adresszeile anzeigen, versteckte Dateien anzeigen usw. sind auch über ein Tastenkürzel erreichbar, was (zumindest für mich) die Arbeitsgeschwindigkeit nochmal steigert.
  • Wenn man nach Dateien suchen muss, ist (ähnlich zum Finder) eine Suche in den Dateimanager integriert, die nach Ordner- und Dateinamen suchen kann.

So, und jetzt der unvermeidliche Seitenhieb (Ich werde auf den Dateimanager unter Windows gar nicht erst eingehen. Wenn jemand am Boden liegt, muss man nicht nochmal nachtreten): Spotlight für den Finder ist sicherlich eine feine Sache. Erreichbare Rechner im selben Netzwerk, die in der Seitenleiste vom Finder angezeigt werden, auch nett. Aber so triviale Sachen, wie zwei Verzeichnisse abgleichen? Fehlanzeige.
Genauso wie Cover Flow? Ich kenne nicht einen Anwendungsfall, in dem mir Cover Flow hilfreich erscheint. Musikverwaltung findet unter Mac OS stets über iTunes statt, wofür das ganze also noch auf Dateiebene?
Man kann darüber streiten, ob das ein schickes Feature ist. Ich finde, dass Designentscheidungen immer einen praktisch relevanten Nutzen haben und nicht einfach nur “nett anzuschauen” sein sollten.

Ich bin sicherlich nicht sehr affin im Umgang mit dem Finder (weil ich keinen Mac besitze und in der FH jedesmal Probleme damit habe). Rein intuitiv stelle ich jedoch mal die Behauptung in den Raum, dass der praktische Nutzen bei Nautilus höher ist.

Falls sich der werte Leser über den Abakus als Bild für diesen Beitrag wundert: Ich bezeichne den Abakus manchmal als ältestes Programm der Welt, weil man Zahlen für die Addition/Subtraktion eingibt, und dann das Ergebnis auf dem Abakus erhält. Mit etwas Übung geht das dann so leicht von der Hand, dass der Unterschied zum einfachen Taschenrechner nur noch marginal ist :-)

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/obraka/4005590272/

Stellungnahme der Macher

von Kai um 13:04 am Sonntag, 14. März 2010 in design, ubuntu | 8 Kommentare

windowdecorationsNachdem in der Blogosphäre nun ausgiebig über das neue Design von Ubuntu 10.04 diskutiert wurde, äußert sich das Ubuntu Design Team nun selbst zur Kritik und beschreibt den Entwicklungsprozess, der hinter der Entscheidung, die Buttons der Fensterleiste neu anzuordnen, steht.

Ich denke, mit Veränderungen ist es immer so eine Sache, aber die Gedanken, die man sich über die neue Ausrichtung der Buttons gemacht hat, kann ich nachvollziehen. Richtig gut hingegen finde ich den generellen Ansatz Bestehendes einmal aufzubrechen und den Sinn zu hinterfragen. Vielleicht irre ich mich, aber mir fällt neben Ubuntu keine weitere Distribution ein, die sich ernsthaft mit der Usability auseinandersetzt.

Für mich ist nur wichtig, dass das ausgelieferte Theme funktioniert. Das heißt, ich möchte mich nicht damit auseinandersetzen, wenn ich es nicht will. So gesehen finde ich es auch in Ordnung, wenn mir ein kluger Kopf die Entscheidung darüber abgenommen hat, wo die Buttons wohl am besten platziert sind, solange es eben Sinn ergibt, auch wenn es unter Umständen etwas Eingewöhnungszeit bedeutet.

Interessant wäre hierbei aber auch mal zu wissen, wie viele Ubuntubenutzer überhaupt auf das Standardtheme setzen und ein mitgeliefertes Wallpaper benutzen. Ich habe hierzu leider keine Statistik gefunden. Ich habe nämlich den Verdacht, dass das nicht gerade viele sind, die ihr System auf dem Auslieferungszustand lassen, zumal es wirklich einfach ist dieses zu ändern. Insofern ist die verlinkte Aufregung für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar.
Ich persönlich benutze bis auf ein anderes Wallpaper mittlerweile nur noch das Standardtheme, weil mir die Zeit, Motivation und ausgesprägtes Geschmacksempfinden fehlt, eine bessere Alternative zu suchen. Ich war mit Human zufrieden und bin gespannt, ob das neue (lila) Theme ebenfalls für mich in Ordnung sein wird, sobald es richtig fertig ist.

Bildquelle: http://www.ivankamajic.com/?p=281

Eigenen Homeserver betreiben

von Kai um 21:21 am Dienstag, 29. Dezember 2009 in How-To, ubuntu | 2 Kommentare

Seit knapp zwei Jahren betreibe ich zu Hause nun meinen eigenen kleinen Server für verschiedene Dinge. Zeit, mal ein kleines Resümee zu ziehen und zu beschreiben, wie ich vorgegangen bin.
Vorneweg kann ich jedem den Einsatz eines kleinen Servers für die eigenen Wände nur empfehlen. Nach einiger Zeit habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich das Teil nicht mehr missen möchte.

Hardware

Ich habe mich für ein mittelkleines Mini-ITX Motherboard von VIA entschieden, einfach weil meine Wohnung nicht sooo klein ist und mir die Pico-ITX (Maße: 100 mm × 72 mm) Modelle zu schwach auf der Brust waren. Als Gehäuse habe ich mir ein Gehäuse von Morex bestellt. Bei dem Motherboard war mir wichtig, dass es passiv gekühlt ist, weil das leiser und stromsparender ist. Ich habe leider erst später bemerkt, dass ich gerade mal 1 GB RAM verbauen kann und dass auf dem Mainboard lediglich ein Ethernet-Anschluß von 100 Mbit/s steckt. Wegen letzterem habe ich mir also noch eine schnellere Netzwerkkarte besorgt. Außerdem habe ich noch ein CD-Rom Laufwerk verbaut. Wie sich jetzt allerdings nach zweijähriger Laufzeit herausstellt, habe ich es vielleicht ein halbes Dutzend Mal benötigt und verbraucht ansonsten nur Strom.
Trotzdem würde ich den Stromverbrauch generell als sehr gering bezeichnen. Im Idle-Zustand verbraucht der Server so ca. 7-8 Watt.

Die Lautstärke ist wirklich annehmbar. Selbst unter Last ist der Server praktisch lautlos (so ohne Lüfter :-) ). Dafür würde ich auch nicht versuchen darauf einen Film zu dekodieren. Das soll aber auch gar nicht der Anwendungszweck des kleinen Helferleins sein, was mich direkt zu meinem nächsten Punkt bringt:

Anwendungszweck

Hauptsächlich nutze ich den Homeserver für Backup, zum Laden größerer Dateien (Torrents und One-Click Hoster via JDownloader) und als kleinen Webserver auf dem ein Wiki läuft und auf dem ich lokal immer wieder mal Sachen ausprobieren kann. Wie eben schon angedeutet habe ich, um JDownloader benutzen zu können auch ein X-Server und Windowmanager installiert. Auf dem Server selbst läuft Ubuntu (wobei ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken spiele, FreeBSD darauf zu installieren) und als Windowmanager Fluxbox.

Beim Starten von GUI-Anwendungen auf fremden Hosts hat man normalerweise das Problem, dass man beim Beenden der Sitzung auch die GUI-Anwendung sich beendet bzw. die aktuelle grafische Sitzung, in der die Anwendung gestartet wurde. Das ist natürlich unschön, weil man bei größeren Downloads (wie z.B. Linuxdistributionen ;-) ) nicht die ganze Zeit die aktuelle Sitzung aufrecht erhalten möchte. Leider gibt es auch für JDownloader derzeit noch keine “GUI-lose” Version, mit der dieses Problem ebenfalls umschifft werden könnte. Abhilfe gibt es aber dennoch:
Und zwar gibt es von der Firma NoMachine NX einen kostenlosen Client, mit dem man sich auf einen Server grafisch einloggen und Anwendungen ausführen kann. Die Sitzung lässt sich jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. Im Hintergrund laufen alle gestarteten Anwendungen normal weiter.

Alleskönner FFmpeg

von Kai um 00:04 am Sonntag, 20. Dezember 2009 in How-To, News, ubuntu | 0 Kommentare

FilmrolleFür sämtliche Audio- und Videobearbeitungen oder Konvertierungen ist FFmpeg das Tool der Wahl. Es gibt praktisch kaum bekannte Codecs und Formate, die nicht von FFmpeg unterstützt werden. Außerdem benutzen auch bekannte Mediaplayer wie VLC oder MPlayer ebenfalls FFmpeg unter der Haube.

Wie es sich unter Ubuntu installieren lässt, ist bereits hier sehr gut beschrieben. In der Regel reicht aber ein einfaches sudo apt-get install ffmpeg auf der Kommandozeile.

Um nun zum Beispiel bei Youtube heruntergeladene Videos in das MP3-Format umzuwandeln, reicht es oft schon aus, einfach die Quelle anzugeben, da FFmpeg standardmäßig schon eine Vorauswahl über die verwendeten Codecs und Einstellungen trifft.

$ ffmpeg -i foo.mp4 foo.mp3
$ ffmpeg -i bar.flv bar.mp3

Sicherlich gibt es unzählige Anwendungsfälle für den Einsatz von FFmpeg. Leider ist die Auswahl an brauchbaren Videobearbeitungsprogrammen unter Ubuntu immer noch Mangelware. Zum Konvertieren von Videodateien ist aber Handbrake meiner Meinung nach grundsätzlich schon zu empfehlen. Da sich niemand die ganzen Flags für FFmpeg merken kann lohnt sich evtl. ein Blick auf Handbrake, da unter anderem schon vorangelegte Einstellungen und Profile für Ipod, IPhone und Spielekonsolen existieren.

So, wie ich Mark Shuttleworth auf der letzten Linuxcon verstanden habe, wird Ubuntu aber in Zukunft hier verstärkt einen Fokus drauflegen. Witzigerweise gab es bei dem Vortrag von ihm dort auch eine Wortmeldung von jemanden, der sich darüber beschwerte, dass er mit Ubuntu versuchte ein kleines Geburtstagsvideo zusammen zu schneiden. Das endete leider in einem Desaster, so dass er letztlich das Video auf einem Mac zusammengeschnitten hatte.

Der Papa Gründer von Ubuntu beschreibt oft in Interviews, dass er möchte, dass sein Betriebssystem möglichst so leicht zu bedienen und schick sein soll wie es Mac OSX tut. Meiner Meinung nach ist dieses Ziel aber schon erreicht, ich sehe eher ein Defizit an “schicker” Hardware, die möglichst perfekt auf Ubuntu abgestimmt ist.

Sollte das in Zukunft (vielleicht ja sogar mit DELL) passieren, würde das dem Betriebssystemmarkt sicherlich einen neuen Push geben. Und wer weiß, jüngste Nachrichten gehen ja genau in diese Richtung :-)

Karmic Koala auf dem Thinkpad T61

von Kai um 18:21 am Mittwoch, 28. Oktober 2009 in How-To, ubuntu | 1 Kommentar

Um dem großen Ansturm auf die neue Ubuntuversion zu entgehen, habe ich mir bereits gestern den Daily Build von der neuen Version “Karmic Koala” heruntergeladen und auf meinem Thinkpad T61 installiert. Davor habe ich ein Backup von meiner Homepartition gemacht. Ich pflege im Schnitt alle zwei Releases immer einen Clean Install zu machen, da sich bei mir in der Zwischenzeit immer ziemlich viel Müll ansammelt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass das System zu Instabilitäten neigt, wenn man von Version zu Version immer die alten Konfigurationsdateien mitschleppt. Um mir nicht jedes mal aufs neue die Mühe zu machen, habe ich dafür vor einiger Zeit ein mittlerweile recht ansehnliches Backup-Skript entworfen, was mir die Datenbanken und Einstellungen von den wichtigsten Programmen extra sichert.

Die Installation selbst lief sauber durch. Wie immer waren aber einige Anpassungen zu machen:

Energieverwaltung

Da ich den Laptop zu Hause immer in der Dockingstation habe, musste ich bei der Energieverwaltung angeben, dass im Netzbetrieb das Schließen des Deckels vom System ignoriert wird. Tja, leider ist diese Einstellung in der aktuellen Version verschwunden, man kann das entsprechende Flag aber immer noch über den Konfigurationseditor setzen. Dazu stellt man die Einstellung apps->gnome-power-manager->lid_ac auf “nothing”

Eclipse

Die Gebete der Java Entwickler wurden erhört und endlich mal wieder eine aktuelle Version von Eclipse in die Ubuntuquellen mit aufgenommen. Somit hat sich die etwas umständliche Einrichtung von Eclipse zum Glück nun erledigt.

DVB-T unter Ubuntu

Um meinen DVB-T Stick zum Laufen zu bekommen, musste ich noch eine spezielle Firmware herunterladen. Im verlinkten Wikieintrag hab ich beschrieben, was man genau machen muss.

tp-smapi

Die Entwickler von Ubuntu haben entschieden, dass sie das tp-smapi Modul aus den Quellen entfernen, da sich der Autor nicht zu erkennen geben möchte. Warum das so ist, kann man nur mutmaßen (vielleicht sind die Informationen, die er gebraucht hat, um das Modul zu entwickeln, auf nicht ganz legalem Wege in seinen Kopf gewandert). Jedenfalls muss man nun wieder selbst etwas Hand anlegen, damit so Sachen wie Lade/Entladegrenzen für den Akku gesetzt werden können:

$ sudo apt-get install tp-smapi-source

ausführen. Danach muss man

$ sudo module-assistant

starten und das tp-smapi Modul bauen und installieren (build und install). Abschließend kann man das Modul noch mit

$ sudo modprobe tp_smapi

starten.

Nach diesen Anpassungen läuft Ubuntu auf dem Thinkpad wieder flott und stabil wie eh und je. Kürzere Bootzeiten wie in den einschlägigen Blogs beschrieben, konnte ich auch ausmachen, wobei sich noch zeigen muss, ob das nur an dem Clean Install liegt, oder sich die Zeiten tatsächlich verkürzt haben. Ansonsten freue ich mich über aktuelle Programmversionen und ein rundes Gesamtbild vom neuen Theme.

Spielen unter Ubuntu…

von Kai um 23:01 am Sonntag, 18. Oktober 2009 in Fun, Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Aus eigener Erfahrung ein eher leidiges Thema, obwohl ich subjektiv den Eindruck habe, dass sich die Lage bessert.

Ich kann mich irren, aber ich glaube, dass auch die zunehmende Verbreitung von Apple Computer und Mac OS dazu beitragen, dass es mehr Spiele auf Nicht-Windows-Systeme schaffen. Wenn Entwickler sich sowieso Gedanken über Portierungen machen müssen, dann ist der Schritt das eigene Produkt auch auf ein Linux-System zu portieren evtl. nicht mehr ganz so abwegig.

Wenn ich mir die Anzahl und die Qualität der verfügbaren Spiele unter Linux heute und vor zwei Jahren anschaue, finde ich, dass es mittlerweile mehr Auswahl gibt, auch im Hinblick auf die kommerzielle Sparte. Hierzu zwei Beispiele:

Mein letztes Spiel “World of Goo” habe ich mir letzte Woche, wegen der aktuellen Geburtstagsaktion des Herstellers für ein paar Dollar gekauft. Die ganze Abwicklung des Kaufs hat mir gut gefallen:
Von der Kenntnisnahme der ganzen Aktion bis zum letztendlichen selbst spielen vergingen gerade mal 20 Minuten. Online gekauft, Link per Mail gesendet, heruntergeladen, installiert und losgelegt.

Eine andere gute Quelle für ganz ordentliche Spiele habe ich erst kürzlich eher zufällig entdeckt: PlayDeb.net
Hier haben sich die Jungs von getdeb.net die Mühe gemacht, eine eigene Seite für die aktuelle Version von frei erhältlichen Spielen aufzusetzen. Was mir hier besonders gut gefällt ist neben dem Screenshot und einem Link zu einem Video, die die Ingame Grafik zeigt, die Möglichkeit, dass sich Spiele mit einem Klick installieren lassen.

Die beiden Beispiele (kommerziell und nicht-kommerziell), die ich hier beschreibe, sind meiner Meinung nach ein gutes Vorbild dafür, wie sich der Markt entwickeln sollte. Ich persönlich gebe eher mal ein paar Euro für etwas aus, was so schmerzfrei und unkompliziert funktioniert (vergessen dabei die Tatsache, dass ich nicht gezielt auf der Suche nach diesem konkreten Produkt gewesen bin). Wahrscheinlich ist das auch das große Geheimnis, warum der Appstore von Apple so gut funktioniert: Bevor die eigentliche Entscheidung über Sinn und Zweck im Kopf angekommen ist, hat man schon geklickt und gekauft:-)

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/dharma_for_one/3235061625/

Neues Smartphone: HTC Hero

von Kai um 16:47 am Freitag, 16. Oktober 2009 in Allgemeines, News, ubuntu | 2 Kommentare

Da ich unter der Woche mehrere Stunden in Bus und Bahn verbringe, hatte ich schon länger über den Kauf eines Smartphones nachgedacht. Ich war mir nur nicht so sicher, welches es letztlich sein sollte. In der engeren Auswahl hatte ich den Palm Pre, das IPhone und das HTC Hero.

Letztlich habe ich mich gegen die ersten beiden und für das HTC Hero entschieden, da ich einerseits in diesem Internet eine Menge guter Reviews gefunden habe und andererseits die Zusammenarbeit mit Ubuntu augenscheinlich besser funktioniert als z.B. mit dem IPhone. Zudem hat mich am IPhone genervt, dass Apple so restriktiv mit ihrem Produkt umgeht (siehe Auflagen für Entwickler im Appstore) und sich imho langsam aber sicher zum zweiten Microsoft entwickelt.

Kurz gesagt, ich bin begeistert vom HTC Hero. Da ich vor einigen Tagen Gelegenheit hatte ein IPhone ausgiebig auszuprobieren, geht das nachfolgende Review auch etwas auf die Unterschiede der beiden Smartphones ein:

htc_heroNach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich auf dem Teil prima, auch längere Sachen, schreiben. Jedesmal, wenn man eine Taste tippt, vibriert das Gerät kurz, so dass man ein haptisches Feedback bekommt. Es liegt gut in der Hand und verschmiert nicht ganz so stark nach einiger Benutzung (die Oberfläche ist wohl dieselbe wie beim IPhone, da sieht man zwar auch Tapser, aber es ist einigermaßen ok).

Was ich gut finde ist, dass man so ziemlich alles einstellen und individualisieren kann, bzw. es eine Menge Apps im Android Market gibt, die einem dabei helfen, das Hero auf die eigenen Bedürfnisse hin zu konfigurieren. So bin ich schon am ersten Tag auf das AudioManager Widget gestoßen, was die Lautstärke für die verschiedenen Funktionen (SMS, Alarm, Telefonanruf, Wecker, System usw.) einstellen kann. Eine weitere tolle App zum Individualisieren  ist Locale, welche auch ein nettes Sümmchen von 275.000$ gewonnen hat.

Generell finde ich den Android Market bisher ganz ok. Es gibt zwar hin und wieder einige Anwendungen, die seehr nach Werbung und Spam aussehen, aber die erkennt man in der Regel direkt, weil andere Leute das schon in den Kommentaren hinterlassen haben und die sich mit einem entsprechenden Button auch direkt melden lassen.

Da ich ein Googlekonto besitze, war die Einrichtung des HTC sehr einfach, es wurden alle Kontakte übernommen und die Mailsynchronisation klappt reibungslos (ich benutze IMAP). Toll fand ich auch, dass meine Kontakte mit den Facebook-Freunden synchronisiert werden und fehlende Details wie Profilbilder oder Geburtstagstermine automatisch abgeglichen wurden.

Generell merkt man beim HTC Hero, dass es viel lockerer mit Einschränkungen umgeht, was einerseits Vor- aber auch Nachteile hat. So kann man, wenn man es darauf anlegt, das Smartphone schon schnell in Bedrängnis bringen, wenn man mal eben 9-10 Programme startet und alle im Hintergrund offen lässt. Bisher habe ich auch noch nicht herausgefunden, ob sich die einzelnen Prozesse irgendwann selbst wieder beenden, oder ob man sich einer weiteren App,  dem Advanced Task Killer, bedienen muss, damit man den Speicher wieder frei und das Smartphone flüssig bekommt.

Surfen auf dem Hero ist ebenfalls gut. Das einzige was mich etwas stört ist, dass man dem Browser meines Erachtens ruhige ein paar mehr Funktionen hätte spendieren können. Lesezeichen lassen sich nicht importieren, es gibt keine Schnittstelle zu Sync-Diensten wie z.B. Delicious und eine URL eingeben muss man über den Suche-Button, was generell kein Problem darstellt, aber für mich erstmal contraintuitiv war. Vielleicht geht das auch anders, bisher habe ich aber nicht herausgefunden wie.

Als persönliches Fazit muss ich sagen, dass sich Iphone und HTC Hero wenig nehmen. Menüführung und Browsing sind beim IPhone einen Zacken geschmeidiger finde ich, und das IPhone ist manchmal etwas intuitiver, obwohl das auch nicht durchgehend der Fall gewesen ist.

Ich werde hier dann und wann meine beliebtesten Apps aus dem Android Market posten, sobald ich mich über deren Qualität ausgiebig informieren konnte:-)

Neuer Twitter-Client

von Kai um 00:43 am Montag, 7. September 2009 in Allgemeines, Twitter, ubuntu | 1 Kommentar

Bisher habe ich zum twittern das Programm Gwibber benutzt, aber weil es mich in letzter Zeit häufiger ärgerte, habe ich mich nach brauchbaren Alternativen umgesehen.

Leider ist es meines Erachtens momentan immer noch so, dass es für Ubuntu keine wirklich brauchbaren Clients gibt, die zumindest die Hälfte meiner Anforderungen unterstützen würde. Einige Clients, von denen ich immer wieder mal gelesen habe (twirhl, tweetdeck) sollen zwar ganz gut sein, benötigen aber die Adobe Air Laufzeitumgebung.

Vor dem Einsatz von Adobe Air habe ich mich bis eben immer noch gedrückt, weil ich davon ausging, dass diese Plattform mein ganzes System ordentlich ausbremen würde. Nach einem ersten Test aber muss ich diese Ansicht etwas korrigieren:

tweetdeck

So benötigt Adobe Air mit Tweetdeck derzeit weniger Speicher und CPU als zum Beispiel Banshee (Musicplayer) oder Skype, startet recht schnell und fügt sich mit anpassbaren Farben einigermaßen in das Gesamtbild des Desktops ein.

Von den Funktionen, die Tweetdeck bietet bin bisher recht angetan. Es lässt sich leicht nach Hashtags suchen und die verschiedenen Spalten verhindern hoffentlich, dass ich weniger Tweets an mich verpasse oder überlese.

Negativ finde ich bisher eigentlich nur, dass Tweetdeck mit einem eigenen Benachrichtigungssystem daherkommt (bei neuen Tweets, Updates bei gesuchten Hashtags usw.), anstatt das hauseigene System von Ubuntu zu benutzen, aber damit kann ich leben.

Ubuntu setzt einen SoftwareStore auf

von Kai um 11:36 am Samstag, 29. August 2009 in News, ubuntu | 0 Kommentare

Am Donnerstag wurde auf der Mailingliste der Ubuntu-Entwickler der Ubuntu Software Store angekündigt. In dem Store werden dann neben kostenloser Software, auch “kommerzielle” Programme zur Verfügung stehen.

UbuntuSoftwareStore1

Ich finde den Schritt nur richtig. Ich sehe kein Problem darin, neben freier Software auch für Programme etwas zu bezahlen, wenn ich davon ausgehen kann, dass der Programmierer, der unter Umständen viele Stunden mit der Entwicklung verbracht hat, am Ende mit dem Verkauf des Programms auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.  Und eine einfach zu benutzende Plattform (Apple hat es vorgemacht, andere ziehen nach) ist meines Erachtens ein sehr guter Vertriebsweg dafür.

Im offiziellem Wiki werden, wie immer, noch freiwillige Helfer gesucht, die sich aktiv an der Entwicklung beteiligen möchten.

Bildquelle: https://wiki.ubuntu.com/SoftwareStore

Geschenke, Geschenke

von Kai um 18:35 am Dienstag, 18. August 2009 in Allgemeines, Linux, News, ubuntu | 3 Kommentare

Na, ja, zumindest fast.

Vor ca. zwei Monaten habe ich als Zeichen meiner tiefen Dankbarkeit der GNOME Foundation eine kleine Spende von 25 $ zukommen lassen. Seith prangert auch das grüne “Friend of GNOME” hier auf meinem Blog. Als ich heute nach Hause kam, lag ein Brief für mich auf den Eingangsstufen. Darin befanden sich ein grünes Mousepad, ein paar Sticker und ein (persönlich) unterschriebener Brief von der GNOME Foundation.

Ich benutze seit meinem Linuxumstieg (mit einigen kürzeren Ausnahmen) ausschließlich die Gnome-Desktopumgebung. Da fand ich einen kleinen Obulus für ein feines Paket an Anwendungen und Windowmanager eigentlich nur gerecht.

Post von der GNOME Foundation