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Warum ich Linux benutze

von Kai um 17:20 am Donnerstag, 5. März 2009 in Allgemeines, Linux | 0 Kommentare

In einer kürzlich eröffneten Blogparade wurde die Frage gestellt warum man Linux benutzt. Die Aktion ist zwar schon vorbei, aber ich nutze trotzdem die Gelegenheit meine Gründe dafür hier mal schriftlich festzuhalten.

Allem voran glaube ich, dass es immer noch nicht das “perfekte” Betriebssystem gibt, was jegliche Bedürfnisse und Wünsche des Benutzers abdeckt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sich diese Utopie jemals erreichen lässt, weil die Anwendungsgebiete für Computer so vielschichtig sind, dass es schwer ist ein darunter liegendes System zu bauen, was alle Bereiche abdecken kann.

Ich benutze ein GNU/Linux-basiertes Betriebssystem (-> Ubuntu), weil es mich bei den Sachen, die ich so täglich am Conputer mache ideal unterstüzt. Zum einen ist es im höchsten Maße anpassbar. Es gibt keinerlei Grenzen im Bereich der Gestaltung und Programmierung. Täglich anfallende Aufgaben lassen sich prima mit Cronjobs oder (selbst gebastelten) Scripts erledigen. Softwareinstallation geschieht bei mir (fast ausschließlich) über die Kommandozeile und das System läuft insgesamt sehr stabil.Tux

Trotzdem würde ich wahrscheinlich in meinem Bekanntenkreis niemandem dazu raten Ubuntu zu installieren. Zum einen, weil ich, wie oben erwähnt, weiß, dass es in diesem Fall das für mich perfekte Betriebssystem ist, dieses aber nicht auf alle anderen zutreffen muss. Zum anderen muss man sich, gerade wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, auch schonmal tief ins Betriebssystem reinknien, Konfigurationsdateien durchsehen, etwas nachgooglen oder den Kernel patchen:-). Das ist natürlich nicht so schön, weil ein Betriebssystem den Benutzer bei der Arbeit unterstützen und nicht behindern sollte. Ich denke aber, bis wir soweit sind, dass Systemabstürze und miserable Benutzerfreundlichkeiten der Vergangenheit angehören, ist es noch ein weiter und steiniger Weg und bis dahin, muss man eben noch Kompromisse eingehen.

Brauchbare Mail-Clients unter Linux

von Kai um 10:10 am Mittwoch, 4. März 2009 in Linux | 0 Kommentare

E-Mail Programme gibt es doch eigentlich wie Sand am Meer, und dennoch sind die wirklich benutzbaren meines Erachtens an einer Hand abzählbar.

Da gibt es zum einen Evolution, welcher standardmäßig mit Ubuntu ausgeliefert wird (das Pendant zu Kmail unter Kubuntu), Claws-Mail und Sylpheed, die sich beide ebenfalls gut in Ubuntu integrieren, da beide auf GTK aufbauen, konsolenbasierte Programme wie Mutt oder Pine, was definitiv nichts für Mausbenutzer ist, oder eben Thunderbird.

Letzerer ist momentan mein Standard MUA (Mail User Agent). Im Prinzip gibt es an Thunderbird fast nichts auszusetzen, da viele meiner Anforderungen erfüllt werden (z.B. Google Calendar Unterstützung, lokale Ordner, gutes Filtersystem, Spam wird nach einer relativ kurzen Trainigszeit gut erkannt).

Was mich jedoch richtig stört ist zum einen die schlechte Integration in Ubuntu, da Thunderbird (zumindest in der aktuellen zweier Version) auf der XUL Engine und nicht auf GTK aufbaut. Das soll sich in der 3.0 Version zum Glück ändern. Zum anderen skaliert Thunderbird (imho) nicht richtig, d.h. er kann mehr schlecht als recht mit einer großen Mailflut umgehen. Die Suche ist eine Qual und dauert ewig (zumindest bei einem größeren Mailbestand), und wenn ich mal mehrere Tage lang meine Mails nicht checken konnte und dann ein paar Dutzend (Mails) auf einmal abhole (ich benutze POP), dann kommt es ebenfalls öfter mal vor, dass sich der Vogel in die Hosen macht und einfach abschmiert.

Ich habe mir überlegt noch auf die hoffentlich bald kommende Release-Version von Thunderbird 3.0 zu warten, und dann mal Mutt auszuprobieren, wenn diese Probleme nach wie vor bestehen.

Newsflash: Bash 4.0 und QuakeLive OpenBeta

von Kai um 17:54 am Dienstag, 24. Februar 2009 in Allgemeines, Linux, News | 0 Kommentare

Bash, die Bourne Again Shell, das Werkzeug des Linuxers wurde auf die Version 4.0 aktualisiert. Einzelheiten gibt es hier und hier.

Um ehrlich zu sein, werden mich beim täglichen Umgang mit der Shell viele Neuerungen wohl eher weniger tangieren, weil nie benutzt, auf der anderen Seite gibt es mit der neuen Version auch (für mich) ganz nützliche Dinge, wie z.B. assoziative Arrays (ähnlich der gerade erst in der Vorlesung behandelten Hash-Maps in Java). Ich werde mal fix updaten und mir die neue Version etwas näher anschauen, evtl. dann hier noch etwas mehr berichten.
kai@blackbox:~$ bash --version
GNU bash, version 3.2.39(1)-release (i486-pc-linux-gnu)
Copyright (C) 2007 Free Software Foundation, Inc.

Hier gibt’s die aktuelle Version als Download. Sourcecode: ftp://ftp.gnu.org/pub/gnu/bash/bash-4.0.tar.gz

Desweiteren soll heute die OpenBeta von QuakeLive starten (obwohl auf der Webseite noch 00070859 Sekunden angegeben sind). Ich glaube QuakeLive wird der nächste heiße Scheiß, weil es im Browser spielbar sein soll und zwar in 3D!

Hier der Link zur Webseite: http://www.quakelive.com

Ubuntu muss geiler werden

von Kai um 21:47 am Donnerstag, 19. Februar 2009 in Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Heute hab ich auf golem.de ein interessantes Interview mit Ubuntu-Vater Mark Shuttleworth durchgelesen. Kurz wiederholt geht es darum, dass Ubuntu die nächsten Jahre dem User eine neue Desktop-Experience und ein einfacheres und schöneres Interface liefern möchte.

KDE hat im Prinzip mit dem 4.0 Release und der kompletten Umstellung auf QT einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, und auch bei Gnome ist der Schritt auf die Version 3 zumindest am Horizont sichtbar geworden.

Ich denke, das ist für die Entwicklung dieser Distribution der logisch nächste Schritt und genau das, was Ubuntu für die weitere Verbreitung braucht. Selbst benutze ich Ubuntu seit der Version 7.04 und ich stelle fest, dass sich die Benutzung kontinuierlich vereinfacht hat (zugegebenermaßen mit entsprechenden Anpassungen, d.h. Download von Media-Codecs, Freischaltung bestimmter Software-Repositories usw.).

Meines Erachtens sollten (Desktop-)Computer vor allen Dingen eins sein, nämlich benutzbar und intuitiv. Der Umgang mit Ihnen sollte schlichtweg einfach von der Hand gehen (Stichwort Drag n’ Drop, Anordnung der Bedienelemente, Fensterverhalten etc.). Da finde ich es nur gut, dass man das bei Canonical erkannt hat und entsprechende Ressourcen sich nun ausschließlich um das Design und das Userinterface kümmern.

Thinkpad und Trackpoint-Scrolling in Ubuntu

von Kai um 14:37 am Sonntag, 19. Oktober 2008 in How-To, Linux | 1 Kommentar

Nach langem Suchen endlich gefunden.

Um mit dem Trackpoint und der mittleren Taste des Thinkpads scrollen zu können, muss man die Datei /etc/hal/fdi/policy/mouse-wheel.fdi anlegen und mit folgendem Inhalt füllen

true
2
6 7
4 5
4 5
true

Dann sollte es wieder funktionieren.

Gnome-Blog antesten

von Kai um 23:04 am Dienstag, 14. Oktober 2008 in Linux | 0 Kommentare

Ich habe eben zum ersten Mal von Gnome Blog gelesen (http://www.gnome.org/~seth/gnome-blog/) und teste gerade das Interface.
Super Idee. Vor allem, wenn man keine Lust hat den Browser zu starten, den eigenen Blog aufzurufen, sich einzuloggen, nur um mal eben was schnell zu bloggen.

Der modprobe-Befehl

von Kai um 20:36 am Samstag, 26. Juli 2008 in How-To, Linux | 0 Kommentare

Mit dem Befehl modprobe lassen sich unter Linux Module (so ne Art von Treiber) laden und wieder entladen.
Um sich zum Beispiel alle Module anzusehen, die unter Linux zur Verfügung stehen, benutzt man am besten den Befehl:

modprobe -l

Wenn man sich nur bestimmte Module anzeigen lassen möchte, benutzt man am besten den Befehl zusammen mit der Kombination:

modprobe | grep *

Module werden allgemein mit dem Befehl modprobe XXX geladen (XXX ohne abschließenden Punkt und Suffix). Um zu überprüfen, ob das eben angegebene Modul auch entsprechend geladen wurde, gibt man:

cat /proc/modules

in die shell ein.

Beispiel:

Um sich zum Beispiel die eingebauten PCI-Karten anzuschauen kann man den Befehl:

cat /proc/pci

benutzen. Es erscheint dann eine Auflistung aller verbauten PCI-Karten im System. Am besten schaut man sich dabei die Modellbezeichnung der PCI-Karte an, für die man ein Modul laden möchte. Wenn man Glück hat gibt es dafür schon ein fertiges Modul, ansonsten geht probieren über studieren. Wenn alles nichts hilft muss man sich in seltenen Fällen das entsprechende Modul selbst kompilieren und einbinden.

Die da bei AOL

von Kai um 19:50 am Mittwoch, 2. Juli 2008 in How-To, Linux | 0 Kommentare

Da man sich bei AOL wohl wieder mal gedacht hat, dass es sinnig wäre das ICQ-Protokoll zu ändern konnten gestern wohl viele, die mit einem alternativem Client unterwegs sind, sich nicht wie gewohnt über eben jenes Protokoll mit Ihren Buddys austauschen.

Glücklicherweise wurde der entsprechende Fehler schnell gefunden, so dass die viele Alternativen, wie zum Beispiel Pidgin in meinem Fall, ebenso rasch wieder geupdatet werden konnten.

Ich habe diese Zwangspause dazu genutzt mir Pidgin direkt aus den Quellen zu übersetzen. Bisher hatte ich die Version aus den Ubuntu Repositories genutzt (derzeit Version 2.4.1). Aktuell ist aber die Version 2.4.3.

Um sich den Client selbst zu kompilieren benötigt man für einen reibungslosen Ablauf folgende Pakete:

  • libxss-dev
  • libgtkspell-dev
  • libgstreamer0.10-dev
  • libmeanwhile-dev
  • network-manager-dev
  • libperl-dev
  • tk-dev

Diese kann man sich ganz bequem per “$ apt-get install …” saugen. Dann noch der typische Dreisatz (./configure, make, make install, letzteres als root) und schon kann man Pidgin in der aktuellsten Version benutzen

Größe von einem Bild in einem Rutsch ändern

von Kai um 17:37 am Sonntag, 2. März 2008 in Gimp, Linux | 0 Kommentare

Größe von einem Bild in einem Rutsch ändern
Wer Fotos, zum Beispiel vom Handy, auf den heimischen PC lädt und dabei die Größe anpassen möchte kann dies mit einem Schritt ganz schnell und bequem von der Shell aus erledigen.

Dem Programmpaket ImageMagick liegt neben vielen anderen nützlichen Tools, das Programm convert bei, mit dem man verschiedene, alltägliche Dinge in der Bildbearbeitung automatisieren kann.

Folgender Befehl erstellt für alle Fotos, die sich in dem aktuellen Ordner befinden, Thumbnails:

$ for i in *.jpg;
do convert -resize 15% $i `basename $i .jpg`_thumb.jpg;

Zur Erklärung:
Man nehme eine for-Schleife, die der Variablen i nacheinander alle Dateinamen, die auf *.jpg enden zuweist und mit der jeweiligen Datei den folgenden -convert – Befehl ausführt. Statt, wie im obigen Beispiel angegeben 15%, kann man auch eine feste Größe, wie 1024×768 nehmen.
Danach bekommt die konvertierte Datei den Ursprungsnamen (basename) plus der Suffix “_thumb” zugewiesen.

Auf der Suche nach einem Tabeditor in Ubuntu

von Kai um 16:48 am Mittwoch, 20. Februar 2008 in Linux | 0 Kommentare

Wer gerne mal selbstkomponierte Musik komfortabel aufschreiben will, der greift unter Windows eigentlich fast immer zu dem Programm GuitarPro, weil es auf diesem Gebiet einfach führend ist. Vor allem, was den (Midi)klang, die Bedienbarkeit und das Aussehen angeht.

Wer hingegen ein entsprechendes Gegenstück unter Linux sucht, wird leider nicht so schnell fündig :-(
Auf meiner Suche nach dem idealem Tabeditor werde ich hier nach und nach einige vorstellen, die es meiner Ansicht nach zumindest verdient haben, mal erwähnt zu werden.
Sollten alle Stricke reißen kann ich immer noch versuchen ein paar Leute zusammenzutrommeln und selbst etwas entwerfen :-)

Den Anfang macht TuxGuitar:


Wenn man sich das Programm mittels

$ sudo apt-get install tuxguitar

aus den Ubuntu-Repositories zieht und startet, wird man wohl erst einmal keinen Ton hören können, es sei denn ihr habt daran gedacht, euch das TiMidity-PlugIn noch zu installieren. Mit diesem PlugIn funktionierte es zumindest bei mir dann direkt.

Zum Programm selbst:
Es macht einen überschaubaren Eindruck und verwirrt nicht durch “Funktionsvielfalt” </sarkasmus>.  Man kann entscheiden, ob man die Noten direkt setzt, lieber mit der Tabulatur arbeiten möchte, oder das Griffbrett benutzt, um genau zu bestimmen, wo welcher Ton gespielt werden soll.
Es gibt verschiedene Verzierungsmöglichkeiten, wie Vibrato, Hammer-on’s, oder Slides, die zwar im Notenbild korrekt angezeigt werden, aber einen Unterschied bei der Midi-Wiedergabe wird man wohl vergeblich suchen.
Hat man sich erstmal in das Programm ein bisschen eingearbeitet, geht das Notenschreiben durchaus leicht von der Hand. So gesehen ist TuxGuitar durchaus brauchbar, einziges Manko, was für meine Zwecke leider unentbehrlich ist, ist die Tatsache, dass das Programm (zumindest in der aktuellen Version) leider nicht mehrere Stimmen unterstützt. Man kann also z.B. nicht eine Bassstimme mit Viertelnoten schreiben und darüber dann Achtelnoten legen :-/ Das ist leider sehr sehr schade, weil man damit, außer vielleicht bei einigen klassischen Gitarrestücken, nicht sehr weit kommen wird. Jeder Ragtime hat einen Wechselbass, wie schrecklich, wenn dann die Oberstimme unisono klingen würde :-)
Vielleicht wird das ja in der nächsten Version noch implementiert.