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Das Leid mit Neuinstallationen mindern

von Kai um 11:27 am Montag, 9. August 2010 in How-To, Linux | 3 Kommentare

Da Computer und Betriebssysteme bei unsachgemäßer Behandlung gerne mal ihren Dienst quittieren und die darauf folgende Installationsprozedur langwierig sein kann, habe ich mir ein Skript geschrieben, was das Neuaufsetzen von (K)ubuntu komplett automatisiert. Dabei hab ich festgestellt, dass man das beliebig weit treiben kann (Setzen von Wallpaper, Installation eines Netzwerkdruckers etc., wobei ich ersteres wieder verworfen habe).
Ein weiterer Vorteil beim skriptgesteuertem Aufsetzen ist, dass man die kleinen Anpassungen an das System genau einmal aufschreibt und künftig dann nur einmal das Skript angestoßen werden muss (Es sei denn, langwierige Bugs wurden endlich gefixt und die Anpassung wird obsolet).
Als erstes fragt das Skript, ob es als root ausgeführt wurde, was für das Hinzufügen von Repositories und Installation von Programmen notwendig ist:

if [ `whoami` != "root" ]; then
    echo "Bitte Skript als root starten"
    echo "Installationsskript wird abgebrochen"
    exit -1
fi

Danach folgen eine Aktualisierung und die Installation von bestimmten Repositories:

echo "System aktualisieren"
apt-get --yes update
apt-get --yes upgrade
apt-get --yes dist-upgrade
echo "Repo: Installation von Wine-Repository"
add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa
echo "Repo: Installation von Miro-Repository"
add-apt-repository ppa:pcf/miro-releases
echo "Repo: Installation von Webkit-Repository"
add-apt-repository ppa:webkit-team
apt-get -y update && apt-get -y upgrade
add-apt-repository ppa:liferea/ppa

Danach ziehe ich mir den aktuellen Treiber für meine Grafikkarte und Firmware für die DVB-T Karte:

echo "Hardware: ATI Grafiktreiber installieren"
wget https://a248.e.akamai.net/.../linux/ati-driver-installer-10-7-x86.x86_64.run
sh ati-driver-installer-*-x86.x86_64.run --buildpkg
sudo dpkg -i fglrx_*
sudo dpkg -i fglrx-mod*
sudo dpkg -i fglrx-amd*
echo "Hardware: Installation von DVB-T"
wget http://www.otit.fi/~crope/v4l-dvb/af9015/af9015_firmware_cutter/firmware_files/4.95.0/dvb-usb-af9015.fw
mv dvb-usb-af9015.fw /lib/firmware/

Anschließend folgen die eingangs erwähnten Anpassungen für bestimmte Bugs. Außerdem werden der Netzwerkdrucker und bestimmte Schriftarten installiert. Die Anpassung für Plymouth geht sicherlich auch besser, aber ich bin nicht sehr gut im Skripte schreiben (quasi mein erstes:-) ):

echo "Anpassungen: Akonadi beim Anmelden starten"
touch akonadi-start.sh
echo "#"'!'"/bin/bash" >> akonadi-start.sh
echo "/usr/bin/akonadictl start" >> akonadi-start.sh
mv akonadi-start.sh /home/kai/.kde/Autostart/
chmod +x /home/kai/.kde/Autostart/akonadi-start.sh
chown kai:kai /home/kai/.kde/Autostart/akonadi-start.sh
echo "System: Drucker installieren"
lpadmin -p hp-deskjet-f4180 -v lpd://192.168.2.2/LPRServer -P hp-deskjet-f4180.ppd -o InkType=300GrayscaleK -D "HP Deskjet F4180" -L Wohnzimmer -E
echo "Anpassungen: Plymouth anpassen"
apt-get install --yes v86d hwinfo
touch grubTMP
LINE1='GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"'
LINE1NEU='GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash nomodeset video=uvesafb:mode_option=1400x1050-24,mtrr=3,scroll=ywrap"'
LINE2='#GRUB_GFXMODE=640x480'
LINE2NEU='GRUB_GFXMODE=1400x1050'
while read line
do
if [ "$line" = "$LINE1" ]; then
  echo "$LINE1NEU" >> grubTMP
elif [ "$line" = "$LINE2" ]; then
  echo "$LINE2NEU" >> grubTMP
else
  echo "$line" >> grubTMP
fi
done < "/etc/default/grub"
mv grubTMP /etc/default/grub
echo "uvesafb mode_option=1400x1050-24 mtrr=3 scroll=ywrap" >> /etc/initramfs-tools/modules
echo FRAMEBUFFER=y | tee /etc/initramfs-tools/conf.d/splash
update-grub2
update-initramfs -u
echo "Anpassungen: Schriftarten installieren"
apt-get install unzip
wget http://www.gringod.com/wp-upload/MONACO.TTF
wget http://www.proggyfonts.com/download/download_bridge.php?get=ProggySquareSZ.ttf.zip
mkdir -p /usr/local/share/fonts/m
mkdir -p /usr/local/share/fonts/p
mv MONACO.TTF /usr/local/share/fonts/m/
unzip ProggySquareSZ.ttf.zip
mv ProggySquareSZ.ttf /usr/local/share/fonts/p/
chmod -R +r /usr/local/share/fonts
rm Licence.txt

Schließlich noch Dropbox installieren inklusive Anpassungen für Dolphin und alle weiteren Programme, die ich halt so brauche:

echo "Programme: Download und Installation von Dropbox"
wget http://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86_64
tar xzf dropbox-lnx*
mv .dropbox-dist /home/kai/
chown kai:kai /home/kai/.dropbox-dist
rm -f dropbox-lnx*
apt-get --yes install sqlite3 python-m2crypto xdg-utils
wget http://kde-apps.org/CONTENT/content-files/124416-DropboxServiceMenu-0.14.3.tar.gz
tar xzf 124416-DropboxServiceMenu-0.14.3.tar.gz
cd DropboxServiceMenu-0.14.3
./install-it.sh
cd ..
chown -R kai:kai /home/kai/.kde4/
rm -rf DropboxServiceMenu-0.14.3
echo "Programme: Installation von Virtualbox"
wget http://download.virtualbox.org/virtualbox/3.2.6/virtualbox-3.2_3.2.6-63112~Ubuntu~lucid_amd64.deb
dpkg -i virtualbox-3.2*
echo "Programme: Installation von NX-Client"
wget http://64.34.161.181/download/3.4.0/Linux/nxclient_3.4.0-7_x86_64.deb
dpkg -i nxclient_3.4.0-7_x86_64.deb
echo "Programme: Installation von Google Chrome"
wget http://dl.google.com/linux/direct/google-chrome-stable_current_amd64.deb
dpkg -i google-chrome-stable_current_amd64.deb
echo "Installation von weiteren Programmen"
apt-get install --yes pdftk texlive texlive-doc-de texlive-latex-extra texlive-lang-german emacs23 build-essential ffmpeg openvpn network-manager-openvpn network-manager-openvpn-kde eclipse gimp subversion wine idle kdenlive auctex lacheck python-opengl p7zip-full liferea vlc dosbox imagemagick python-psycopg2 traceroute aspell aspell-de aspell-en kubuntu-restricted-extras vim xpdf kaffeine akonadi-kde-resource-googledata audacity easytag p7zip-full skype libsvn-java unrar unzip qbittorrent miro dia googleearth choqok libdvdcss2 w64codecs non-free-codecs nmap git-core sun-java6-jdk sun-java6-bin sun-java6-jre sun-java6-plugin

Das Skript ist sicherlich in die Kategorie “schnell und dreckig” einzuordnen, da sich viele Dinge besser lösen lassen und bestimmte Parameter mit dem Skript übergeben werden sollten, anstatt fest einzukodieren. Vielleicht baue ich das in ein späteres Update noch ein

KDE im Produktiveinsatz

von Kai um 22:45 am Freitag, 5. März 2010 in Allgemeines, Linux | 2 Kommentare

kde-ScreenshotDa letzte Woche mein neuer PC hier ankam, wollte ich die Gelegenheit nutzen und Kubuntu (mit KDE in der aktuellen Version 4.4) auf meinem Thinkpad ausprobieren.
Laut den Release Notes sollte sich die Stabilität deutlich gegenüber den vorherigen Versionen verbessert haben und einige interessante Features dazugekommen sein.

Da mir die durchdachte Fensterverwaltung besser als in Gnome gefällt und KDE sich groß “Social Desktop” auf die Fahne schreibt (also das Einbinden von Twitter, Facebook und Co auf den Desktop) wagte ich einen Versuch.

Die Installation ging noch reibungslos vonstatten, aber bereits nach dem ersten Start hatte ich immer wieder mit Abstürzen von Nepomuk zu kämpfen. Kopete, der mitgelieferte Instant Messenger, konnte ich nicht dazu überreden, MSN zu sprechen. Außerdem fand ich die UI zu groß dimensioniert. Damit komme ich auch direkt zum nächsten Punkt. Viel von der Software, die ich so täglich verwende, benutzt GTK. KDE setzt dagegen auf QT auf. Ich weiß nicht, wie hier die prozentuale Verteilung von Software ist, die mit GTK geschrieben wurde, gegenüber derjenigen, die QT benutzt, aber meine Wahrnehmung ist, dass “populärere” Opensource Programme oft ersteres verwenden.

Dann merkt man recht schnell, dass Ubuntu wesentlich besser unterstützt wird als Kubuntu. Gefühlt gibt es viel mehr Hilfestellung für Ubuntu im Netz zu finden. Zwar sind einige Probleme unabhängig von der verwendeten Grafikbibliothek, aber gerade zum Beispiel die größte und erste Anlaufstelle (wiki.ubuntuusers.de) hält, wie der Name schon sagt, wesentlich mehr ubunturelevante Artikel.

Wie auch immer, der eigentliche Grund für mich, nach einer Woche wieder zu Ubuntu zu wechseln war, dass ich vieles an Funktionalität bei Kubuntu (KDE) vermisst habe, welche mir Ubuntu bietet.
Zum einen konnte der Network-Manager von KDE nicht mit VPN umgehen (ich habe es mit OpenVPN probiert. Eine Verbindung kam nie zustande), so dass ich auf den von Gnome zurückgreifen musste. Dropbox wird leider ebenfalls nicht gut in Kubuntu unterstützt. Man kann den Daemon über die Konsole starten und bekommt auch eine Anzeige im Panel, aber die visuelle Rückmeldung im Dolphin Dateibrowser fehlt. Generell hat mir Dolphin nicht so gut gefallen, da meiner Meinung nach viel Platz für nichts verschwendet wird (also Freiraum). Außerdem war ich nicht in der Lage Bookmarks zu FTP oder SSH-Verbindungen anzulegen. Vielleicht geht das irgendwie, ich habe es aber nicht geschafft. Die eingebaute Hilfe von KDE war mir hier auch keine große Hilfe, da ich die relevanten Informationen dazu nicht gefunden habe.

Gut fand ich die Fensterverwaltung. Gerade auf kleineren Bildschirmen (wie hier am Thinkpad z.b.) hatte ich nie das Gefühl den Überblick über meine vier Desktops zu verlieren. Fenster konnte man leicht verschieben und praktisch (Hint: Aero Snap) anordnen. Außerdem sind einige Details ganz gut gelöst. So lassen sich z.b. Hintergrundbilder einfach installieren, indem man das entsprechende Bild auf den Desktop zieht und “als Hintergrundbild” auswählt.

Dennoch: Mein Fazit ist daher, dass ich Kubuntu (bzw. KDE) immer noch nicht empfehlen kann, da ich von der verbesserten Stabilität nicht allzuviel gemerkt habe, außerdem mangelt es meiner Meinung nach an Programmen, die auch Qt benutzen, weil GTK Programme stellenweise ziemlich hässlich in KDE aussehen.

Spielen unter Ubuntu…

von Kai um 23:01 am Sonntag, 18. Oktober 2009 in Fun, Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Aus eigener Erfahrung ein eher leidiges Thema, obwohl ich subjektiv den Eindruck habe, dass sich die Lage bessert.

Ich kann mich irren, aber ich glaube, dass auch die zunehmende Verbreitung von Apple Computer und Mac OS dazu beitragen, dass es mehr Spiele auf Nicht-Windows-Systeme schaffen. Wenn Entwickler sich sowieso Gedanken über Portierungen machen müssen, dann ist der Schritt das eigene Produkt auch auf ein Linux-System zu portieren evtl. nicht mehr ganz so abwegig.

Wenn ich mir die Anzahl und die Qualität der verfügbaren Spiele unter Linux heute und vor zwei Jahren anschaue, finde ich, dass es mittlerweile mehr Auswahl gibt, auch im Hinblick auf die kommerzielle Sparte. Hierzu zwei Beispiele:

Mein letztes Spiel “World of Goo” habe ich mir letzte Woche, wegen der aktuellen Geburtstagsaktion des Herstellers für ein paar Dollar gekauft. Die ganze Abwicklung des Kaufs hat mir gut gefallen:
Von der Kenntnisnahme der ganzen Aktion bis zum letztendlichen selbst spielen vergingen gerade mal 20 Minuten. Online gekauft, Link per Mail gesendet, heruntergeladen, installiert und losgelegt.

Eine andere gute Quelle für ganz ordentliche Spiele habe ich erst kürzlich eher zufällig entdeckt: PlayDeb.net
Hier haben sich die Jungs von getdeb.net die Mühe gemacht, eine eigene Seite für die aktuelle Version von frei erhältlichen Spielen aufzusetzen. Was mir hier besonders gut gefällt ist neben dem Screenshot und einem Link zu einem Video, die die Ingame Grafik zeigt, die Möglichkeit, dass sich Spiele mit einem Klick installieren lassen.

Die beiden Beispiele (kommerziell und nicht-kommerziell), die ich hier beschreibe, sind meiner Meinung nach ein gutes Vorbild dafür, wie sich der Markt entwickeln sollte. Ich persönlich gebe eher mal ein paar Euro für etwas aus, was so schmerzfrei und unkompliziert funktioniert (vergessen dabei die Tatsache, dass ich nicht gezielt auf der Suche nach diesem konkreten Produkt gewesen bin). Wahrscheinlich ist das auch das große Geheimnis, warum der Appstore von Apple so gut funktioniert: Bevor die eigentliche Entscheidung über Sinn und Zweck im Kopf angekommen ist, hat man schon geklickt und gekauft:-)

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/dharma_for_one/3235061625/

Bilder einheitlich umbenennen

von Kai um 23:07 am Donnerstag, 27. August 2009 in How-To, Linux | 0 Kommentare

Um die letzten Urlaubsbilder einheitlich umzubenennen, hab ich eben kurz die Shell bemüht und bin dabei anscheinend über eine mir bis dahin unbekannte Eigenheit gestolpert:


$ counter=1
$ for i in *.jpg; do mv -v $i img_1280x1024_$(printf "%03d" $counter).jpg; counter=$(($counter+1)); done

Und zwar passiert es mir, dass ich ohne das -v (verbose) Flag als Ergebnis manche Bilder nun doppelt im Verzeichnis liegen habe. Mit dem verbose-Modus klappt die Umbenennung reibungslos.

Ich habe keine Ahnung warum das so ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Aktion in verschiedenen Threads abläuft (also die einzelnen Befehle nicht sequentiell nacheinander abgearbeitet werden) und deswegen bei der Umbenennung etwas geschludert wird. Sicher bin ich mir da aber nicht.

Geschenke, Geschenke

von Kai um 18:35 am Dienstag, 18. August 2009 in Allgemeines, Linux, News, ubuntu | 3 Kommentare

Na, ja, zumindest fast.

Vor ca. zwei Monaten habe ich als Zeichen meiner tiefen Dankbarkeit der GNOME Foundation eine kleine Spende von 25 $ zukommen lassen. Seith prangert auch das grüne “Friend of GNOME” hier auf meinem Blog. Als ich heute nach Hause kam, lag ein Brief für mich auf den Eingangsstufen. Darin befanden sich ein grünes Mousepad, ein paar Sticker und ein (persönlich) unterschriebener Brief von der GNOME Foundation.

Ich benutze seit meinem Linuxumstieg (mit einigen kürzeren Ausnahmen) ausschließlich die Gnome-Desktopumgebung. Da fand ich einen kleinen Obulus für ein feines Paket an Anwendungen und Windowmanager eigentlich nur gerecht.

Post von der GNOME Foundation

Unterkategorie Ubuntu und Thinkpad T61

von Kai um 13:28 am Samstag, 1. August 2009 in How-To, Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Ubuntu-CD-9.04

Um mir die Arbeit nicht noch einmal zu machen, habe ich auf der Webseite hier eine Unterkategorie zu dem Thema Ubuntu und Thinkpad eingerichtet.

Ich werde versuchen die Anleitung aktuell zu halten und würde mich freuen, wenn jemand eine Verbesserung, Korrektur oder einen weiteren Tipp hat.

Hier gehts zur Unterseite

Ubuntu mit der 3M Ergonomic Mouse bekannt machen

von Kai um 22:01 am Montag, 15. Juni 2009 in How-To, Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Aufgrund einer nervigen Zerrung irgendwo im rechten Arm habe ich mir heute aus der Uni die 3M Ergonomic Mouse für unbestimmte Zeit für einige Wochen ausgeliehen.

Nach dem Anschließen hat diese direkt funktioniert, bis mir nach einiger Zeit aufgefallen ist, dass sich mit der 3.Taste nicht mehr vertikal scrollen lässt.
Da spätestens seit Ubuntu 8.10 alles über HAL läuft, musste ich deswegen die Konfiguration hierfür etwas abändern. Wie hier schon einmal beschrieben, musste ich die mouse-wheel.fdi entsprechend anpassen, so dass alle angeschlossenen Mäuse sich mit Drücken der dritten Maustaste dazu überreden lassen, überlange Seiten vertikal nach unten zu scrollen.


true
2
4 5
6 7
true
200

Eine spezifischere Einstellung ging leider nicht, da die 3M Mouse sich nirgendwo namentlich erkenntlich zeigte. Die aktuelle Einstellung ist jetzt etwas globaler (nämlich für alle Mäuse, die künftig an das System angeschlossen werden), sollte aber technisch keinen Unterschied machen.

Banshee vs. Rhythmbox

von Kai um 02:31 am Sonntag, 31. Mai 2009 in Allgemeines, Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Seit ich Ubuntu benutze war ich eigentlich stets mit dem mitgelieferten Musikplayer Rhythmbox zufrieden gewesen. Neben Stabilität, Übersichtlichkeit und guter Unterstützung für Podcasts habe ich eigentlich nie mehr gebraucht. Trotzdem hab ich vor eingen Wochen das aktuelle Banshee in der Version 1.4.3 ausprobiert und war direkt begeistert von dem Programm:

banshee So bietet es neben den “typischen” Funktionen eine ganze Reihe an zusätzlichen Features, die ich nicht mehr missen mag.

Zum einen übernimmt Banshee auf Wunsch die ganze Verwaltung der eigenen Musiksammlung, inklusive Tagging der einzelnen MP3s, Albumcover werden automatisch heruntergeladen, Audio-CDs gerippt. Die Podcastunterstützung ist super, Videopodcasts sind ebenfalls kein Problem.

Es lassen sich auch intelligente Wiedergabelisten erstellen: So hat man zum Beispiel leichten Zugriff auf die zuletzt hinzugefügten Titel, oder die aktuellen Favoriten. Außerdem gibt es (ähnlich wie Genius für iTunes) einen “Playlist-Generator”, der auf Grundlage eines, oder mehreren Titels eine Zusammenstellung erstellt, die ähnlich zu den ausgewählten Titel sind bzw. ganz gut dazu passen. Nach einem ersten Test war ich mit dem Ergebnis der Zusammenstellung auch ganz zufrieden. So hat mir Mirage (so heisst der Playlist-Generator) zu Kryptonite von 3 Doors Down ein paar Lieder von Nickelback, Arctic Monkeys und zwei Genesis-Stücke ausgespuckt.

Ebenfalls beachtlich ist die Unterstützung für das MTP Protokoll (das, was viele nicht-Ipod MP3-Player sprechen). Ich besitze einen MP3-Player von Creative und kann mit Banshee nun problemlos Playlisten übertragen (die dann auch tatsächlich als Playlist korrekt im MP3-Player erscheinen), Podcasts werden ebenfalls in richtige Verzeichnis verschoben. Das hat vorher unter Rhythmbox alles leider gar nicht geklappt.

Schlußendlich gibt es auch die Möglichkeit einen Last.fm – Account einzubinden. Die gespielte Musik lässt sich dann problemlos verbannen oder favorisieren und Vorschläge zum aktuellem Musikverhalten werden auch direkt in Banshee angezeigt.

Wer sich das Programm jetzt mal näher anschauen will, bindet unter Ubuntu am besten die aktuellen Quellen, wie hier beschrieben, ein und kommt damit in den Genuß stets eine aktuelle Version von Banshee auf seinem System zu haben.

Das neue Ubuntu (9.04) ist da (fast)

von Kai um 09:09 am Donnerstag, 23. April 2009 in Linux, ubuntu | 0 Kommentare

Es kann sich nur noch um Stunden handeln, dann wird das neue Ubuntu Jaunty released. Und wenn man es nicht mehr aushält, lässt sich das Update auch händisch mit update-manager -d erzwingen.

Wie meistens bei einem neuen Ubuntu-Release sind alle Neuerungen nicht auf den ersten Blick sichtbar. Ein Blick auf die Release Notes verrät folgendes:

  • Gnome, die Arbeitsumgebung von Ubuntu, wird in der neuesten Version 2.26 ausgeliefert. Die offensichtlichsten Veränderungen hier sind nur marginal. Ein neuer Button hier (Xsane), Verbesserungen in der Benutzung da (Feinere Einstellungsmöglichkeiten beim Policy-Kit, Herunterfahren mit Countdown, bessere Usability des Synaptic-Paketmanagers). Die größten Veränderungen sind wohl (neben dem neuen Update-Notifier) unter der Haube geschehen. So wurde die Codebasis von Gnome ordentlich aufgeräumt und die Entwickler haben viel alten Code über Board geschmissen. Daher sollte z.B. Nautilus, der Dateimanager unter Gnome, schneller starten und die Erweiterbarkeit (auch im Hinblick auf Gnome 3.0) einfacher vonstatten gehen.
  • Bootgeschwindigkeit: Gerade im Hinblick auf Notebookbesitzer ein schlagendes Argument. Bei meinem Notebook (Thinkpad T61) konnte ich eine Verbesserung um 12 Sekunden feststellen. Nämlich von ehemals 49 Sekunden auf aktuelle 37 Sekunden. Das ist für meinen Geschmack zwar immer noch eine Ewigkeit, aber die Entwicklung geht imho in die richtige Richtung. (Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Thinpad alleine 5-6 Sekunden im BIOS und Grub abhängt, bevor er sich ans Laden von Ubuntu macht).
  • Ext4 wird nun unterstützt: Mit dem aktuellen Ubuntu ist es zwar schon möglich den Nachfolger von Ext3 zu benutzen, ich persönlich warte aber noch solange, bis das neue Dateisystem frei von den gröbsten Kinderkrankheiten ist. So haben einige Benutzer die leidige Erfahrung gemacht, dass bei einem Systemabsturz mit dem neuen Dateisystem viele Dateien unbrauchbar geworden sind, weil Ext4 diese nicht mehr ordentlich beschrieben bzw. geschlossen hat. Mittlerweile gibt es zwar einen Patch, der hält aber offiziell (iirc!) erst in der nächsten Version von Ubuntu einzug (9.10, Karmic Koala).

We’re Linux Contest

von Kai um 18:56 am Dienstag, 7. April 2009 in Linux, News, ubuntu | 2 Kommentare

Neben der “I’m a Mac” und “I’m a PC” Kampagne, hat vor einiger Zeit nun auch die Linuxgemeinde einen Aufruf gestartet, in welchem Freiwillige ihre maximal 60 Sekunden langen Videos einsenden konnten.

Einsendeschluss war der 15. März 2009 und mittlerweile stehen die fünf Finalisierten fest. Der Gewinner des Wettbewerbs wird am 08. April in San Francisco gekürt und bekommt dann eine Reise nach Tokio spendiert, um dort an dem Linux Foundation Symposium teilzunehmen.

Ich finde eigentlich nur zwei Videos (von den fünf Finalisten) ganz gut: Das Video im Krankenhaus und das mit der mikroskopischen Aufnahme, den Rest finde ich imho zu unprofessionell, aber das müssen andere entscheiden ;-)

Hier die Verlinkungen zu den fünf Videos:

–> The future is Open

–> The Origin

–> Linux AD – What does it mean to be free

–> Challenges at the office

–> Linux Pub