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Gossensches Gesetz

von Kai um 17:38 am Montag, 23. August 2010 in Allgemeines | 0 Kommentare

Android-AppEs ist schon interessant. Das erste Mal, als ich vor zwanzig Jahren einen GameBoy in der Hand hatte, war ich so beeindruckt von diesem kleinen Gerät, dass ich mich noch heute haargenau daran erinnern kann, was mir damals durch den Kopf ging, als ich zum ersten Mal Tetris spielte.
Ich malte mir aus, dass ich in der Klasse der Held sein würde und auf dem Pausenhof meine Klassenkameraden darum betteln würden, einmal kurz damit spielen zu dürfen. Ich habe Duck Tales und Tetris bestimmt monatelang täglich gespielt, ohne dass es mir je langweilig dabei wurde.

Als ich kurz darauf meinen ersten C64 bekam und Pirates, International Karate oder Last Ninja spielte, war ich fasziniert von der unglaublichen Grafik und den vielen Möglichkeiten, die man in diesen Spielen geboten bekam.
Einige Jahre später schrieb ich dann meine ersten BASIC-Programme und glaubte fortan, mit Computern ließe sich alles anstellen, woran man im entferntesten auch nur denken könne.

Wenn ich mich heute mit Technologie und Software beschäftige ist nicht mehr viel von der damaligen Faszination zu spüren. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, meine Joggingstrecke im Internet über GPS-Tracking nachvollziehen zu können und in meiner Hosentasche ein Smartphone zu haben, was mir einen nahezu vollwertigen Internetzugang bietet, wodurch jede Information nur ein Klick Touch weit entfernt ist, dass ich ungeduldig werde, wenn eine Webseite mal länger als einige Sekunden zum Laden braucht.

Ich entwickle über die Semesterferien in Zusammenarbeit mit meiner Hochschule (a.k.a FH) eine mobile Anwendung, die aus einem Kamerabild mittels einem optischem Chromasplitter ein 3D-Objekt extrahiert. Nochmal in kurz und verständlich: Aus einem Kamerabild wird ein 3D-Objekt erstellt. (Das Titelbild für diesen Beitrag ist nur die Vorarbeit gewesen und noch nicht das Endprodukt). Die einzige Reaktion, die ich bisher dazu bekomme habe, war: “Cool” oder “interessant” und im Grunde genommen fühle ich genauso: Nettes Projekt, nicht mehr, nicht weniger. Hätte man mir vor zwanzig Jahren versucht zu erklären, dass man aus einem Kamerabild ein 3D-Modell erzeugen kann, dann hätte ich das sicherlich unter Science-Fiction verbucht oder es als Humbug abgetan. Hätte man mir den Beweis gezeigt, wäre ich wohl ehrfürchtig auf die Knie gesunken. Heute ist es ein Projekt, was man mal so über die Semesterferien gemacht hat.

Denkbar, dass sich Menschen in der Zukunft darüber aufregen werden, dass die Sitze so unbequem sind auf dem Interplanetarflug zum Mars.

Die Besten der besten der besten, Sir.

von Kai um 18:46 am Sonntag, 16. Mai 2010 in Allgemeines, Produktivität, ubuntu | 2 Kommentare

Angeregt durch eine Diskussion über Vor- und Nachteile der drei großen Betriebssysteme, hatte ich ursprünglich geplant kurz aufzuschreiben, was mich, aus aktuellem Anlass, so sehr an Mac OS X stört, dass ich persönlich es für den produktiven Einsatz unbenutzbar halte.

Weil mir das sinnlose Betriebssystembashing aber auf die Nerven geht und ich trotzdem schreiben wollte, was mich stört, starte ich nun eine kleine Reihe der absolut besten Werkzeuge (lies Programme) unter Ubuntu, für die ich weder auf Windows 7 noch auf Mac OS X ein entsprechendes Gegenstück gefunden habe. (Die hier dargestellte Meinung beruht natürlich nur auf persönlichen Erfahrungen. Auch werde ich wohl, trotz guter Vorsätze, mir den einen oder anderen Seitenhieb auf die beiden anderen Betriebssysteme nicht ersparen können.)

Ich werde hier nur Programme behandeln, die bei einer Standardinstallation mit dabei sind, weil ich ungern Stunden und Tage damit verbringe, nach irgendwelchen Alternativlösungen zu suchen, die unter Umständen und mit eventuellen Einschränkungen für bestimmte Fälle eine gleiche Funktionalität bereitstellen würden.

Den Anfang macht nun Nautilus, der Standard-Dateimanager unter Ubuntu. Interessanterweise wurde die ursprüngliche Entwicklung von einem ehemaligen Apple-Mitarbeiter angestoßen:

nautilus
  • Nautilus kann mit Samba, SSH, SFTP, FTP und Webdav problemlos umgehen. Öfter benötigte Verbindungen lassen sich zudem bequem in der Seitenleiste verstauen und zwar mit Passwort. D.h. der Webserver, auf dem auch dieser Blog hier liegt ist mit einem Mausklick entfernt.
  • Dateibearbeitung auf der entfernten Freigabe ist auch direkt und schmerzfrei möglich. Ich kann (als beliebten Anwendungsfall) mich über Nautilus auf den Webserver verbinden, und die dort liegenden Dateien z.B. mit Emacs öffnen und direkt bearbeiten. Dank Nautilus brauche ich also nicht extra ein FTP-Programm für FTP-Verbindungen. Nebenbei: Zugriffsrechte für Dateien lassen sich ebenso einfach über Nautilus setzen.
  • Wenn man, was sicherlich häufiger mal vorkommt, Verzeichnisse kopieren oder abgleichen möchte, gibt es bei Nautilus eine geteilte Ansicht, die beide Verzeichnisse übersichtlich einblendet.
  • Ein weiteres “Killer-Feature” meines Erachtens ist die Musikvorschau: Wenn man den Mauszeiger über eine Audiodatei hält, ertönt die dazugehörige Musik aus den Boxen. Der Produktivitätsgewinn hierbei muss ich wahrscheinlich nicht weiter ausführen.
  • Sämtliche Funktionen wie zum Beispiel Ansichten ändern, Ordner erstellen, Adresszeile anzeigen, versteckte Dateien anzeigen usw. sind auch über ein Tastenkürzel erreichbar, was (zumindest für mich) die Arbeitsgeschwindigkeit nochmal steigert.
  • Wenn man nach Dateien suchen muss, ist (ähnlich zum Finder) eine Suche in den Dateimanager integriert, die nach Ordner- und Dateinamen suchen kann.

So, und jetzt der unvermeidliche Seitenhieb (Ich werde auf den Dateimanager unter Windows gar nicht erst eingehen. Wenn jemand am Boden liegt, muss man nicht nochmal nachtreten): Spotlight für den Finder ist sicherlich eine feine Sache. Erreichbare Rechner im selben Netzwerk, die in der Seitenleiste vom Finder angezeigt werden, auch nett. Aber so triviale Sachen, wie zwei Verzeichnisse abgleichen? Fehlanzeige.
Genauso wie Cover Flow? Ich kenne nicht einen Anwendungsfall, in dem mir Cover Flow hilfreich erscheint. Musikverwaltung findet unter Mac OS stets über iTunes statt, wofür das ganze also noch auf Dateiebene?
Man kann darüber streiten, ob das ein schickes Feature ist. Ich finde, dass Designentscheidungen immer einen praktisch relevanten Nutzen haben und nicht einfach nur “nett anzuschauen” sein sollten.

Ich bin sicherlich nicht sehr affin im Umgang mit dem Finder (weil ich keinen Mac besitze und in der FH jedesmal Probleme damit habe). Rein intuitiv stelle ich jedoch mal die Behauptung in den Raum, dass der praktische Nutzen bei Nautilus höher ist.

Falls sich der werte Leser über den Abakus als Bild für diesen Beitrag wundert: Ich bezeichne den Abakus manchmal als ältestes Programm der Welt, weil man Zahlen für die Addition/Subtraktion eingibt, und dann das Ergebnis auf dem Abakus erhält. Mit etwas Übung geht das dann so leicht von der Hand, dass der Unterschied zum einfachen Taschenrechner nur noch marginal ist :-)

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/obraka/4005590272/

KDE im Produktiveinsatz

von Kai um 22:45 am Freitag, 5. März 2010 in Allgemeines, Linux | 2 Kommentare

kde-ScreenshotDa letzte Woche mein neuer PC hier ankam, wollte ich die Gelegenheit nutzen und Kubuntu (mit KDE in der aktuellen Version 4.4) auf meinem Thinkpad ausprobieren.
Laut den Release Notes sollte sich die Stabilität deutlich gegenüber den vorherigen Versionen verbessert haben und einige interessante Features dazugekommen sein.

Da mir die durchdachte Fensterverwaltung besser als in Gnome gefällt und KDE sich groß “Social Desktop” auf die Fahne schreibt (also das Einbinden von Twitter, Facebook und Co auf den Desktop) wagte ich einen Versuch.

Die Installation ging noch reibungslos vonstatten, aber bereits nach dem ersten Start hatte ich immer wieder mit Abstürzen von Nepomuk zu kämpfen. Kopete, der mitgelieferte Instant Messenger, konnte ich nicht dazu überreden, MSN zu sprechen. Außerdem fand ich die UI zu groß dimensioniert. Damit komme ich auch direkt zum nächsten Punkt. Viel von der Software, die ich so täglich verwende, benutzt GTK. KDE setzt dagegen auf QT auf. Ich weiß nicht, wie hier die prozentuale Verteilung von Software ist, die mit GTK geschrieben wurde, gegenüber derjenigen, die QT benutzt, aber meine Wahrnehmung ist, dass “populärere” Opensource Programme oft ersteres verwenden.

Dann merkt man recht schnell, dass Ubuntu wesentlich besser unterstützt wird als Kubuntu. Gefühlt gibt es viel mehr Hilfestellung für Ubuntu im Netz zu finden. Zwar sind einige Probleme unabhängig von der verwendeten Grafikbibliothek, aber gerade zum Beispiel die größte und erste Anlaufstelle (wiki.ubuntuusers.de) hält, wie der Name schon sagt, wesentlich mehr ubunturelevante Artikel.

Wie auch immer, der eigentliche Grund für mich, nach einer Woche wieder zu Ubuntu zu wechseln war, dass ich vieles an Funktionalität bei Kubuntu (KDE) vermisst habe, welche mir Ubuntu bietet.
Zum einen konnte der Network-Manager von KDE nicht mit VPN umgehen (ich habe es mit OpenVPN probiert. Eine Verbindung kam nie zustande), so dass ich auf den von Gnome zurückgreifen musste. Dropbox wird leider ebenfalls nicht gut in Kubuntu unterstützt. Man kann den Daemon über die Konsole starten und bekommt auch eine Anzeige im Panel, aber die visuelle Rückmeldung im Dolphin Dateibrowser fehlt. Generell hat mir Dolphin nicht so gut gefallen, da meiner Meinung nach viel Platz für nichts verschwendet wird (also Freiraum). Außerdem war ich nicht in der Lage Bookmarks zu FTP oder SSH-Verbindungen anzulegen. Vielleicht geht das irgendwie, ich habe es aber nicht geschafft. Die eingebaute Hilfe von KDE war mir hier auch keine große Hilfe, da ich die relevanten Informationen dazu nicht gefunden habe.

Gut fand ich die Fensterverwaltung. Gerade auf kleineren Bildschirmen (wie hier am Thinkpad z.b.) hatte ich nie das Gefühl den Überblick über meine vier Desktops zu verlieren. Fenster konnte man leicht verschieben und praktisch (Hint: Aero Snap) anordnen. Außerdem sind einige Details ganz gut gelöst. So lassen sich z.b. Hintergrundbilder einfach installieren, indem man das entsprechende Bild auf den Desktop zieht und “als Hintergrundbild” auswählt.

Dennoch: Mein Fazit ist daher, dass ich Kubuntu (bzw. KDE) immer noch nicht empfehlen kann, da ich von der verbesserten Stabilität nicht allzuviel gemerkt habe, außerdem mangelt es meiner Meinung nach an Programmen, die auch Qt benutzen, weil GTK Programme stellenweise ziemlich hässlich in KDE aussehen.

Die Sache mit dem Lotto

von Kai um 22:19 am Montag, 8. Februar 2010 in Allgemeines, Studium | 3 Kommentare

Millionen von Menschen versuchen jede Woche aufs neue mit einem Lottoschein den großen Gewinn zu holen. Die Tatsache, dass ein Sechser im Lotto so wahrscheinlich ist, wie in einem Treppenhaus von einem Blitz getroffen zu werden, wissen wohl die meisten.

Dennoch lässt sich diese Gruppe Menschen aber nicht davon beirren, es trotzdem zu probieren. Schließlich gewinnt ja fast jede Woche jemand beim Lotto.

Da bald eine Klausur in Stochastik und Statistik ansteht, habe ich mich zu folgender Überlegung hinreißen lassen:

Da es beim Lottospielen nicht auf die Reihenfolge der gezogenen Zahlen ankommt, ist die Anzahl aller Möglichkeiten 6 Zahlen aus 49 zu ziehen:

Eine von diesen knapp 14 Millionen wäre dann der Treffer für einen Lottogewinn. (Die Zusatzzahl habe ich hier mal nicht berücksichtigt).
Nun müssen es ja nicht immer 6 richtige sein. Vielleicht würde man sich ja mit 5 richtig gezogenen Zahlen auch zufrieden geben.

Die Anzahl der Möglichkeiten fünf richtige zu ziehen sind dann immer noch 43 x 6 = 258. Analog zu obiger Rechnung kann man es auch folgendermaßen schreiben:

Führt man diese Rechnung jetzt für alle Treffer durch, zum Spaß auch für die bei denen kein Gewinn ausgezahlt wird, kommt man zu folgendem Ergebnis (P steht hier für die Wahrscheinlichkeit):






Mit anderen Worten ausgedrückt, bedeutet das also, dass man mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 41,3% eine Zahl richtig getippt hat. Für zwei richtige Treffer sinkt die Wahrscheinlichkeit schon auf etwas über 13%. Für einen “Dreier” liegt die Wahrscheinlichkeit dann nur noch bei ca. 1,76%.

Ich weiß nicht, wieviel Euro es für einen Dreier gibt, aber nehmen wir mal an, man würde für drei richtig getippte Zahlen 50,- € bekommen. Leider muss man dafür aber auch im Schnitt ca. 57 Lottospiele mitspielen, um statistisch betrachtet einmal drei Richtige zu haben. Wenn man für einen Lottoschein also 7,- € bezahlt, dann wären das knapp 400,- €, die man für einen 50,- € Gewinn erhalten hätte.

Das dürfte aber die meisten Lottospieler nicht interessieren, schließlich gewinnt fast jede Woche jemand die Millionen. ;-)

Medienkompetenz

von Kai um 14:19 am Donnerstag, 4. Februar 2010 in Allgemeines | 1 Kommentar

Klar, Facebook, StudiVZ, SchülerVZ, XING, ICQ, MSN, Twitter, Delicious, alle diese Dienste sind für einige von uns zum integralen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Mal eben die Fotos von der letzten Party online anschauen, oder einen netten Gruß auf der Pinnwand der neuen Liebschaft hinterlassen gehören genauso zum digitalen Alltag, wie sich auf Twitter über den neuesten Klatsch zu informieren, oder selbst welchen zu publizieren.

Doch anstatt sich kritisch mit diesen (neuen) Medien auseinander zusetzen, oder kurz darüber nachzudenken, welche Folgen das in Zukunft haben könnte, peinliche Fotos von sich ins Netz zu stellen, wird ungeniert über sexuelle Vorlieben diskutiert (mit vollständiger Adresse, Foto, IM und besuchte Schule/Uni/FH im Profil) oder über Mitschüler und Kommilitonen hergezogen. Medienkompetenz? Fehlanzeige.

Es geht noch weiter, selbst die Dienste, die wir täglich benutzen, sind zum Teil so restriktiv, dass wir mit jedem Post und jeder IM-Nachricht sämtliche Rechte an diesem, unserem geistigem Eigentum vollständig an den Anbieter abtreten.
Ausschnitt aus der ICQ EULA:

You agree that by posting any material or information anywhere on the ICQ Services and Information you surrender your copyright and any other proprietary right in the posted material or information. You further agree that ICQ LLC. is entitled to use at its own discretion any of the posted material or information in any manner it deems fit, including, but not limited to, publishing the material or distributing it.

Zu versuchen (s)einen Account in einem der o.g. social networks zu löschen grenzt an einer Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Manchmal ist es auch gar nicht möglich den eigenen Account komplett zu löschen, sondern lediglich zu deaktivieren.

Dennoch: Ich vertrete nicht die Meinung, dass alle diese Dienste grundsätzlich böse sind und man sie deswegen nicht nutzen sollte. Wenn die ganzen Freunde und Bekannte bei Facebook angemeldet sind, möchte man wahrscheinlich gar nicht mehr diese leichte Möglichkeit der Kommunikation missen. Muss man auch gar nicht, denke ich. Es lohnt sich aber, öfter mal darüber nachzudenken, was genau man da eigentlich gerade der ganzen Welt verkündet, oder dass man wichtige Sachen vielleicht besser persönlich bespricht, anstatt sich über IM auszutauschen.

Ich befürchte nur fast, dass die Schulen und die Bildungspolitik diese neuen Gegebenheiten wieder mal verschlafen und die Lehrpläne nicht entsprechend umgestellt werden, so dass man möglichst früh schon etwas über den Umgang mit den Medien und Medienkompetenz im Allgemeinen beigebracht bekommt.
Fortschritt und Technologie haben sich noch nie aufhalten lassen. Genau deswegen müssen wir uns auch Gedanken machen, wie wir mit diesen Dingen umzugehen haben.

Neues Smartphone: HTC Hero

von Kai um 16:47 am Freitag, 16. Oktober 2009 in Allgemeines, News, ubuntu | 2 Kommentare

Da ich unter der Woche mehrere Stunden in Bus und Bahn verbringe, hatte ich schon länger über den Kauf eines Smartphones nachgedacht. Ich war mir nur nicht so sicher, welches es letztlich sein sollte. In der engeren Auswahl hatte ich den Palm Pre, das IPhone und das HTC Hero.

Letztlich habe ich mich gegen die ersten beiden und für das HTC Hero entschieden, da ich einerseits in diesem Internet eine Menge guter Reviews gefunden habe und andererseits die Zusammenarbeit mit Ubuntu augenscheinlich besser funktioniert als z.B. mit dem IPhone. Zudem hat mich am IPhone genervt, dass Apple so restriktiv mit ihrem Produkt umgeht (siehe Auflagen für Entwickler im Appstore) und sich imho langsam aber sicher zum zweiten Microsoft entwickelt.

Kurz gesagt, ich bin begeistert vom HTC Hero. Da ich vor einigen Tagen Gelegenheit hatte ein IPhone ausgiebig auszuprobieren, geht das nachfolgende Review auch etwas auf die Unterschiede der beiden Smartphones ein:

htc_heroNach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich auf dem Teil prima, auch längere Sachen, schreiben. Jedesmal, wenn man eine Taste tippt, vibriert das Gerät kurz, so dass man ein haptisches Feedback bekommt. Es liegt gut in der Hand und verschmiert nicht ganz so stark nach einiger Benutzung (die Oberfläche ist wohl dieselbe wie beim IPhone, da sieht man zwar auch Tapser, aber es ist einigermaßen ok).

Was ich gut finde ist, dass man so ziemlich alles einstellen und individualisieren kann, bzw. es eine Menge Apps im Android Market gibt, die einem dabei helfen, das Hero auf die eigenen Bedürfnisse hin zu konfigurieren. So bin ich schon am ersten Tag auf das AudioManager Widget gestoßen, was die Lautstärke für die verschiedenen Funktionen (SMS, Alarm, Telefonanruf, Wecker, System usw.) einstellen kann. Eine weitere tolle App zum Individualisieren  ist Locale, welche auch ein nettes Sümmchen von 275.000$ gewonnen hat.

Generell finde ich den Android Market bisher ganz ok. Es gibt zwar hin und wieder einige Anwendungen, die seehr nach Werbung und Spam aussehen, aber die erkennt man in der Regel direkt, weil andere Leute das schon in den Kommentaren hinterlassen haben und die sich mit einem entsprechenden Button auch direkt melden lassen.

Da ich ein Googlekonto besitze, war die Einrichtung des HTC sehr einfach, es wurden alle Kontakte übernommen und die Mailsynchronisation klappt reibungslos (ich benutze IMAP). Toll fand ich auch, dass meine Kontakte mit den Facebook-Freunden synchronisiert werden und fehlende Details wie Profilbilder oder Geburtstagstermine automatisch abgeglichen wurden.

Generell merkt man beim HTC Hero, dass es viel lockerer mit Einschränkungen umgeht, was einerseits Vor- aber auch Nachteile hat. So kann man, wenn man es darauf anlegt, das Smartphone schon schnell in Bedrängnis bringen, wenn man mal eben 9-10 Programme startet und alle im Hintergrund offen lässt. Bisher habe ich auch noch nicht herausgefunden, ob sich die einzelnen Prozesse irgendwann selbst wieder beenden, oder ob man sich einer weiteren App,  dem Advanced Task Killer, bedienen muss, damit man den Speicher wieder frei und das Smartphone flüssig bekommt.

Surfen auf dem Hero ist ebenfalls gut. Das einzige was mich etwas stört ist, dass man dem Browser meines Erachtens ruhige ein paar mehr Funktionen hätte spendieren können. Lesezeichen lassen sich nicht importieren, es gibt keine Schnittstelle zu Sync-Diensten wie z.B. Delicious und eine URL eingeben muss man über den Suche-Button, was generell kein Problem darstellt, aber für mich erstmal contraintuitiv war. Vielleicht geht das auch anders, bisher habe ich aber nicht herausgefunden wie.

Als persönliches Fazit muss ich sagen, dass sich Iphone und HTC Hero wenig nehmen. Menüführung und Browsing sind beim IPhone einen Zacken geschmeidiger finde ich, und das IPhone ist manchmal etwas intuitiver, obwohl das auch nicht durchgehend der Fall gewesen ist.

Ich werde hier dann und wann meine beliebtesten Apps aus dem Android Market posten, sobald ich mich über deren Qualität ausgiebig informieren konnte:-)

Neuer Twitter-Client

von Kai um 00:43 am Montag, 7. September 2009 in Allgemeines, Twitter, ubuntu | 1 Kommentar

Bisher habe ich zum twittern das Programm Gwibber benutzt, aber weil es mich in letzter Zeit häufiger ärgerte, habe ich mich nach brauchbaren Alternativen umgesehen.

Leider ist es meines Erachtens momentan immer noch so, dass es für Ubuntu keine wirklich brauchbaren Clients gibt, die zumindest die Hälfte meiner Anforderungen unterstützen würde. Einige Clients, von denen ich immer wieder mal gelesen habe (twirhl, tweetdeck) sollen zwar ganz gut sein, benötigen aber die Adobe Air Laufzeitumgebung.

Vor dem Einsatz von Adobe Air habe ich mich bis eben immer noch gedrückt, weil ich davon ausging, dass diese Plattform mein ganzes System ordentlich ausbremen würde. Nach einem ersten Test aber muss ich diese Ansicht etwas korrigieren:

tweetdeck

So benötigt Adobe Air mit Tweetdeck derzeit weniger Speicher und CPU als zum Beispiel Banshee (Musicplayer) oder Skype, startet recht schnell und fügt sich mit anpassbaren Farben einigermaßen in das Gesamtbild des Desktops ein.

Von den Funktionen, die Tweetdeck bietet bin bisher recht angetan. Es lässt sich leicht nach Hashtags suchen und die verschiedenen Spalten verhindern hoffentlich, dass ich weniger Tweets an mich verpasse oder überlese.

Negativ finde ich bisher eigentlich nur, dass Tweetdeck mit einem eigenen Benachrichtigungssystem daherkommt (bei neuen Tweets, Updates bei gesuchten Hashtags usw.), anstatt das hauseigene System von Ubuntu zu benutzen, aber damit kann ich leben.

Geschenke, Geschenke

von Kai um 18:35 am Dienstag, 18. August 2009 in Allgemeines, Linux, News, ubuntu | 3 Kommentare

Na, ja, zumindest fast.

Vor ca. zwei Monaten habe ich als Zeichen meiner tiefen Dankbarkeit der GNOME Foundation eine kleine Spende von 25 $ zukommen lassen. Seith prangert auch das grüne “Friend of GNOME” hier auf meinem Blog. Als ich heute nach Hause kam, lag ein Brief für mich auf den Eingangsstufen. Darin befanden sich ein grünes Mousepad, ein paar Sticker und ein (persönlich) unterschriebener Brief von der GNOME Foundation.

Ich benutze seit meinem Linuxumstieg (mit einigen kürzeren Ausnahmen) ausschließlich die Gnome-Desktopumgebung. Da fand ich einen kleinen Obulus für ein feines Paket an Anwendungen und Windowmanager eigentlich nur gerecht.

Post von der GNOME Foundation

Für eine Handvoll Trackbacks

von Kai um 01:57 am Montag, 10. August 2009 in Allgemeines | 2 Kommentare

Gibt es mit ein bisschen Glück die nächsten CRE-Folgen etwas schneller.

Da Podcasts hören mittlerweile zu einem meiner Hobbies gehört, bin ich immer wieder auf der Suche nach (möglichst deutschsprachigen) Podcasts. Leider ist das Angebot der imho wirklich Hörbaren sehr dünn gesäht. Ein Grund mehr deshalb meinen Lieblingspodcast Chaosradio Express hier mal etwas näher vorzustellen:

Tim Pritlove, Macher des CRE, hat ein gutes Händchen für eine breit gefächerte Auswahl an verschiedenen Themen und obwohl es vordergründig ein sehr nerdiger Podcast ist (Themenbeispiele: Compilerbau und Typtheorie, FPGA, LLVM), gibt es auch immer wieder Sachen, die aus dem nicht vorhandenem Konzept aus der Reihe fallen.

So hat mit der Podcast zum Thema Hubschrauber ganz gut gefallen, weil ich mich vorher noch nie damit beschäftigt hatte, aber trotzdem nach dem Hören Lust auf mehr hatte. So sollte das sein :)

Das einzige, was mir noch fehlen würde, wären Fotos von den Aufnahmesessions und den Gesprächspartnern. Ich habe mich beim Hören schon oft gefragt, wie wohl der Gegenüber so aussieht, oder wo der aktuelle Podcast gerade aufgenommen wird.

Eintrag 16.

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Zeitmanagement und Semesterferien

von Kai um 19:57 am Mittwoch, 5. August 2009 in Allgemeines, How-To | 1 Kommentar

Während ich die letzten Wochen des Semester damit verbrachte, von Abgabe zu Abgabe zu denken und in den letzten vier Wochen (Klausurenzeit) von Klausur zu Klausur gelernt habe, besitze ich momentan sozusagen Zeit im Überfluss, was mich auf einen interessanten Ansatz brachte: Dass nämlich dieser positive Umstand zugleich Segen und Fluch sein kann.So habe ich von den vielen Projekten, die ich mir für die Semesterferien aufgehoben habe, bisher nicht eins angefangen.

Daher folgende Überlegung:

Was einem in der Arbeitswelt die Stechuhr, oder in der Studentenwelt der Vorlesungsplan angibt, nämlich zeitliche Vorgaben, sind im Grunde genommen etwas Gutes, weil sie den Tagesablauf (zumindest grob) vorgeben. So gibt es feste Zeitpunkte, an denen man bestimmten Tätigkeiten nachgehen muss, was meines Erachtens für die eigene Produktivität extrem förderlich ist, da man sich körperlich (duschen, frühstücken, anziehen, zur Uni/Arbeit fahren) und geistig (letzte Aufzeichnungen durchgehen, Gespräche planen etc.) darauf vorbereitet und im Idealfall in einen guten Workflow fällt.

Übertragen auf den Status Quo bedeutet das nun, dass ich mir für die nächsten Wochen schlicht feste Termine vorgeben werde, an denen ich bestimmte Sachen tun möchte. Eigentlich bin ich ja kein Freund von durchgeplanten und organisierten Tagesabläufen, aber ich sehe ein, dass man dadurch mehr gemacht bekommt, als den Tag damit zu vertrödeln den Newsreader bis zur letzten Nachricht durchzulesen :-)