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Kai um
13:04 am
Sonntag, 14. März 2010 in
design, ubuntu |
7 Kommentare
Nachdem in der Blogosphäre nun ausgiebig über das neue Design von Ubuntu 10.04 diskutiert wurde, äußert sich das Ubuntu Design Team nun selbst zur Kritik und beschreibt den Entwicklungsprozess, der hinter der Entscheidung, die Buttons der Fensterleiste neu anzuordnen, steht.
Ich denke, mit Veränderungen ist es immer so eine Sache, aber die Gedanken, die man sich über die neue Ausrichtung der Buttons gemacht hat, kann ich nachvollziehen. Richtig gut hingegen finde ich den generellen Ansatz Bestehendes einmal aufzubrechen und den Sinn zu hinterfragen. Vielleicht irre ich mich, aber mir fällt neben Ubuntu keine weitere Distribution ein, die sich ernsthaft mit der Usability auseinandersetzt.
Für mich ist nur wichtig, dass das ausgelieferte Theme funktioniert. Das heißt, ich möchte mich nicht damit auseinandersetzen, wenn ich es nicht will. So gesehen finde ich es auch in Ordnung, wenn mir ein kluger Kopf die Entscheidung darüber abgenommen hat, wo die Buttons wohl am besten platziert sind, solange es eben Sinn ergibt, auch wenn es unter Umständen etwas Eingewöhnungszeit bedeutet.
Interessant wäre hierbei aber auch mal zu wissen, wie viele Ubuntubenutzer überhaupt auf das Standardtheme setzen und ein mitgeliefertes Wallpaper benutzen. Ich habe hierzu leider keine Statistik gefunden. Ich habe nämlich den Verdacht, dass das nicht gerade viele sind, die ihr System auf dem Auslieferungszustand lassen, zumal es wirklich einfach ist dieses zu ändern. Insofern ist die verlinkte Aufregung für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar.
Ich persönlich benutze bis auf ein anderes Wallpaper mittlerweile nur noch das Standardtheme, weil mir die Zeit, Motivation und ausgesprägtes Geschmacksempfinden fehlt, eine bessere Alternative zu suchen. Ich war mit Human zufrieden und bin gespannt, ob das neue (lila) Theme ebenfalls für mich in Ordnung sein wird, sobald es richtig fertig ist.
Bildquelle: http://www.ivankamajic.com/?p=281
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Kai um
22:45 am
Freitag, 5. März 2010 in
Allgemeines, Linux |
2 Kommentare
Da letzte Woche mein neuer PC hier ankam, wollte ich die Gelegenheit nutzen und Kubuntu (mit KDE in der aktuellen Version 4.4) auf meinem Thinkpad ausprobieren.
Laut den Release Notes sollte sich die Stabilität deutlich gegenüber den vorherigen Versionen verbessert haben und einige interessante Features dazugekommen sein.
Da mir die durchdachte Fensterverwaltung besser als in Gnome gefällt und KDE sich groß “Social Desktop” auf die Fahne schreibt (also das Einbinden von Twitter, Facebook und Co auf den Desktop) wagte ich einen Versuch.
Die Installation ging noch reibungslos vonstatten, aber bereits nach dem ersten Start hatte ich immer wieder mit Abstürzen von Nepomuk zu kämpfen. Kopete, der mitgelieferte Instant Messenger, konnte ich nicht dazu überreden, MSN zu sprechen. Außerdem fand ich die UI zu groß dimensioniert. Damit komme ich auch direkt zum nächsten Punkt. Viel von der Software, die ich so täglich verwende, benutzt GTK. KDE setzt dagegen auf QT auf. Ich weiß nicht, wie hier die prozentuale Verteilung von Software ist, die mit GTK geschrieben wurde, gegenüber derjenigen, die QT benutzt, aber meine Wahrnehmung ist, dass “populärere” Opensource Programme oft ersteres verwenden.
Dann merkt man recht schnell, dass Ubuntu wesentlich besser unterstützt wird als Kubuntu. Gefühlt gibt es viel mehr Hilfestellung für Ubuntu im Netz zu finden. Zwar sind einige Probleme unabhängig von der verwendeten Grafikbibliothek, aber gerade zum Beispiel die größte und erste Anlaufstelle (wiki.ubuntuusers.de) hält, wie der Name schon sagt, wesentlich mehr ubunturelevante Artikel.
Wie auch immer, der eigentliche Grund für mich, nach einer Woche wieder zu Ubuntu zu wechseln war, dass ich vieles an Funktionalität bei Kubuntu (KDE) vermisst habe, welche mir Ubuntu bietet.
Zum einen konnte der Network-Manager von KDE nicht mit VPN umgehen (ich habe es mit OpenVPN probiert. Eine Verbindung kam nie zustande), so dass ich auf den von Gnome zurückgreifen musste. Dropbox wird leider ebenfalls nicht gut in Kubuntu unterstützt. Man kann den Daemon über die Konsole starten und bekommt auch eine Anzeige im Panel, aber die visuelle Rückmeldung im Dolphin Dateibrowser fehlt. Generell hat mir Dolphin nicht so gut gefallen, da meiner Meinung nach viel Platz für nichts verschwendet wird (also Freiraum). Außerdem war ich nicht in der Lage Bookmarks zu FTP oder SSH-Verbindungen anzulegen. Vielleicht geht das irgendwie, ich habe es aber nicht geschafft. Die eingebaute Hilfe von KDE war mir hier auch keine große Hilfe, da ich die relevanten Informationen dazu nicht gefunden habe.
Gut fand ich die Fensterverwaltung. Gerade auf kleineren Bildschirmen (wie hier am Thinkpad z.b.) hatte ich nie das Gefühl den Überblick über meine vier Desktops zu verlieren. Fenster konnte man leicht verschieben und praktisch (Hint: Aero Snap) anordnen. Außerdem sind einige Details ganz gut gelöst. So lassen sich z.b. Hintergrundbilder einfach installieren, indem man das entsprechende Bild auf den Desktop zieht und “als Hintergrundbild” auswählt.
Dennoch: Mein Fazit ist daher, dass ich Kubuntu (bzw. KDE) immer noch nicht empfehlen kann, da ich von der verbesserten Stabilität nicht allzuviel gemerkt habe, außerdem mangelt es meiner Meinung nach an Programmen, die auch Qt benutzen, weil GTK Programme stellenweise ziemlich hässlich in KDE aussehen.