Über den Sinn und Unsinn von Studienführern
von Kai um 22:20 am Dienstag, 30. Juni 2009 in Allgemeines, Studium | 1 Kommentar
Da ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit meinen MP3-Player vergessen habe (meine oft einzige Möglichkeit in der Woche Podcasts zu hören), hab ich mich am Bahnhofskiosk nach einer Lückenfüller Zeitschrift umgeschaut und mir die aktuelle Ausgabe von “Die Zeit – Studienführer” gekauft. Neben den ganzen Überlebenstipps für Erstsemesterstudenten war auch ein aktuelles Hochschulranking dabei und eine Beschreibung vieler, vieler Studiengänge. Als ich dann die Inhaltsbeschreibung zu meinem Studiengang “Medieninformatik” durchgelesen habe, wurde mir auf einen Schlag klar, warum die Abbrecherquote in den ersten beiden Semestern so hoch ist
Der erste Hammer war, dass Medieninformatik in die Kategorie “Irgendwas mit Medien” einsortiert wurde (die Tatsache, dass *Informatik* gelehrt wird und der ganze Medienkram höchstens (wenn überhaupt) als Zusatzqualifikation angesehen werden kann, wurde einfach mal unter den Teppich gekehrt). Dann war da zu lesen, dass in diesem Studium Gestaltung mit Computerwissenschaft (was auch immer Computerwissenschaft in diesem Zusammenhang bedeuten soll ) verbunden wird und man lernt wie “Internet”, “Mobilfunk” oder “Digitalradio” gestaltet und produziert werden…
Also auf die Sache mit dem Internet würde ich mich ja noch einlassen, aber was das mit dem Mobilfunk bzw. Digitalradio zu tun haben soll (und warum gerade das genannt wird), ich weiß ja nicht. Mir scheint eher, als wurden da ein paar schlagkräftige Buzzwords aneinandergereiht und der Verfasser des Textes hatte entweder keinen Bock sich zu informieren, keine Ahnung, keine Zeit oder alles zusammen:-)



Kommentar von Geier
18. Juli 2009 um 15:47