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Auf der Suche nach einem Tabeditor in Ubuntu

von Kai um 16:48 am Mittwoch, 20. Februar 2008 in Linux | 0 Kommentare

Wer gerne mal selbstkomponierte Musik komfortabel aufschreiben will, der greift unter Windows eigentlich fast immer zu dem Programm GuitarPro, weil es auf diesem Gebiet einfach führend ist. Vor allem, was den (Midi)klang, die Bedienbarkeit und das Aussehen angeht.

Wer hingegen ein entsprechendes Gegenstück unter Linux sucht, wird leider nicht so schnell fündig :-(
Auf meiner Suche nach dem idealem Tabeditor werde ich hier nach und nach einige vorstellen, die es meiner Ansicht nach zumindest verdient haben, mal erwähnt zu werden.
Sollten alle Stricke reißen kann ich immer noch versuchen ein paar Leute zusammenzutrommeln und selbst etwas entwerfen :-)

Den Anfang macht TuxGuitar:


Wenn man sich das Programm mittels

$ sudo apt-get install tuxguitar

aus den Ubuntu-Repositories zieht und startet, wird man wohl erst einmal keinen Ton hören können, es sei denn ihr habt daran gedacht, euch das TiMidity-PlugIn noch zu installieren. Mit diesem PlugIn funktionierte es zumindest bei mir dann direkt.

Zum Programm selbst:
Es macht einen überschaubaren Eindruck und verwirrt nicht durch “Funktionsvielfalt” </sarkasmus>.  Man kann entscheiden, ob man die Noten direkt setzt, lieber mit der Tabulatur arbeiten möchte, oder das Griffbrett benutzt, um genau zu bestimmen, wo welcher Ton gespielt werden soll.
Es gibt verschiedene Verzierungsmöglichkeiten, wie Vibrato, Hammer-on’s, oder Slides, die zwar im Notenbild korrekt angezeigt werden, aber einen Unterschied bei der Midi-Wiedergabe wird man wohl vergeblich suchen.
Hat man sich erstmal in das Programm ein bisschen eingearbeitet, geht das Notenschreiben durchaus leicht von der Hand. So gesehen ist TuxGuitar durchaus brauchbar, einziges Manko, was für meine Zwecke leider unentbehrlich ist, ist die Tatsache, dass das Programm (zumindest in der aktuellen Version) leider nicht mehrere Stimmen unterstützt. Man kann also z.B. nicht eine Bassstimme mit Viertelnoten schreiben und darüber dann Achtelnoten legen :-/ Das ist leider sehr sehr schade, weil man damit, außer vielleicht bei einigen klassischen Gitarrestücken, nicht sehr weit kommen wird. Jeder Ragtime hat einen Wechselbass, wie schrecklich, wenn dann die Oberstimme unisono klingen würde :-)
Vielleicht wird das ja in der nächsten Version noch implementiert.

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